Unterhemd nähen – schnell und einfach

Kennst du das? Plötzlich ist es draußen kalt, das Kind hat kein passendes Unterhemd und du hast gerade keine Zeit für ein großes Nähprojekt und auch keinen Laden in der Nähe. Hier zeige ich dir, wie du in ein paar Minuten ein einfaches Unterhemd nähen kannst – mit nur zwei Nähten.

Unterhemd hähen_schnell & einfach_nur zwei Nähte_Jersey

Ein Unterhemd aus Jersey schmiegt sich angenehm an den Körper und franst beim Schneiden nicht aus. Der Stoff wird an der Schulter doppelt gelegt, daher solltest du einen möglichst einfarbigen Stoff oder ein dezentes Muster wählen – sonst steht das Muster auf einer Seite Kopf.

Das brauchst du zum Unterhemd nähen

Ein einfaches Unterhemd ist schnell genäht. Du brauchst

  • ein passendes, eng anliegendes Oberteil, dessen Größe du auf das Hemd „kopieren“ kannst
  • ein längliches Stück Jerseystoff (etwa doppelt so lang wie das Oberteil; am besten einfarbig oder dezent gemustert)
  • eine Stoffschere.

Und so nähst du dein Unterhemd

Unterhemd nähen_Schritt-für-Schritt-Anleitung

In nur wenigen Minuten ist dein Hemd fertig genäht. So gehst du vor:

  1. Falte den Stoff mittig rechts auf rechts.
  2. Lege das vorhandene Oberteil auf den Stoff und markiere mit Stecknadeln die Breite des Tops und die Höhe der Arme.
  3. Nähe die zwei Seitennähte.
  4. Falte das Hemd und schneide die Öffnungen für die Arme und den Kopf in den Stoff. Schneide lieber eher zaghaft – vergrößern kannst du die Öffnungen später jederzeit.
  5. Falte nun das Hemd wieder auf, drehe es auf rechts und vergrößere den vorderen Halsausschnitt.
  6. Nun kann das Hemd anprobiert und mit der Schere ganz passend gemacht werden. Oft müssen die Größe der Armausschnitte und auch die Kopföffnung etwas vergrößert werden.
  7. Fertig.

Also: Besser schnell ein Unterhemd nähen, als eine Erkältung riskieren :).

Extra-Tipp: Mit derselben Methode und etwas mehr Stoff kannst du übrigens auch ein Long-Top nähen. Und wenn du das Ganze auf die nächste Stufe heben möchtest, kannst du dich an Cut Outs austoben und das Tanktop damit sommerfähig machen.

Gutes Gelingen wünscht dir deine

Eva

Herbst-Basteln mit Naturmaterialien

Wie wir Erntedank feiern

Erntedank feiern ist eine unserer größten Freuden im Oktober. Immer wieder neu staunen wir über das Wunder des Lebens. Im Frühjahr stecken wir winzig kleine Samenkörner in die Erde, sie wachsen zu großen Pflanzen heran und nach einigen Wochen oder Monaten ernten wir Früchte in Hülle und Fülle. Schaut einmal, wie klein die Samen und wie groß die Früchte sind, die daraus entstehen:

Erntedank - Erntewunder - Tomate - Tomatensamen - Ringelblume - Ringelblumensamen - Kürbis - Kürbissamen - Mohrrüben - Mohrrübensamen - Apfel - Apfelbaum - Apfelkern

Wer die winzigen Samen von Tomaten oder Möhren im Erdboden vergräbt, kann schon innerhalb von wenigen Wochen etwas ernten. Beim Apfel dauert das etwas länger. Wer tatsächlich selbst aus einem Apfelkern einen Baum ziehen möchte, braucht viel Geduld und kann – wenn überhaupt – erst nach vielen Jahren die ersten Äpfel ernten. Dafür dann aber Jahr für Jahr immer wieder, und aus einem einzigen Kern können so Tausende von neuen Äpfeln entstehen. Was für eine Rendite!

In den letzten Monaten haben wir erfahren, wie unsicher die Zukunft ist. Jahrelang lebten wir in der Illusion, das Leben im Griff zu haben, selbst zu bestimmen, was der nächste Tag bringt. Nun spüren wir, wie wenig das tatsächlich der Fall ist. Gerade in dieser Zeit hilft mir das Vertrauen, dass mein Leben in Gottes Hand liegt. Auch wenn um uns her der Sturm tobt, lässt er aus kleinen Samen Früchte wachsen, versorgt und sättigt. Und so lenken wir unseren Blick immer wieder bewusst von den Sorgen des Alltags weg hin zum Danken.

Wie wir Erntedank feiern

Erntedank wird meist „offiziell“ im Rahmen eines Gottesdienstes gefeiert – wir feiern es aber auch ganz privat als Familienfest.

Gartenarbeit - Kartoffeln ernten - Erntedank feiern

Und so feiern wir Erntedank:

  • Zuerst machen wir gemeinsam den Garten winterfest. Wir ernten die letzten Früchte, graben um und düngen.
  • Dann gibt es ein Festmahl – mit Früchten aus unserem Garten.
  • Mit vollen Bäuchen und dankbarem Herzen überlegen wir uns, wem wir von dem Segen abgeben dürfen, den wir selbst erfahren haben. Der Rest des Tages vergeht dann damit, Päckchen zu packen und Grüße zu schreiben. Und immer wieder merken wir: Freude wächst, wenn man sie teilt.

Dieses Jahr werden wir besonders darüber sprechen, dass wir auch und besonders dann dankbar sein dürfen, wenn wir auch Mangel empfinden. Dass wir uns nicht darauf fokussieren, was fehlt, sondern auch das, was dennoch da ist – trotz allem. Und dass Dankbarkeit kein Gefühl, sondern eine bewusste Entscheidung und Lebenshaltung ist. Ich bin gespannt auf unsere Gespräche.

Wie handhabt ihr das? Feiert ihr Erntedank? Und wenn ja – wie? Ich würde mich freuen, eure Traditionen kennenzulernen!

Bleibt behütet,

eure Eva