Sommer: Das heißt viel freie Zeit, baden, Ausflüge, Sonne auf der Haut und draußen unterwegs sein. Lies hier, was man sonst noch im Sommer mit Kindern erleben kann.

DANKE sagen – mit einer Pop-up-Dankeskarte

„Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Nicht erst die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wertvoll für Familien Menschen sind, die Kinder sehen und liebevoll und großherzig in ihrem Wachsen begleiten. Wie kann man Tagesmüttern, Erzieherinnen, Ehrenamtlichen in Vereinen und Kirchen, Omas, Opas, Nachbarn und Lehrern so danke sagen, dass sie sich wirklich wertgeschätzt fühlen? Auch in der Partnerschaft, Familie oder dem Freundeskreis tut es jedem gut, sich gesehen zu fühlen. Doch wie sagt man am besten DANKE? Und wofür?

Warum sollte man anderen danken?

Wiesenblumen-Pop-up-Karte wird aufgeschlagen

Anne Frank, die sich im zweiten Weltkrieg zwei Jahre versteckt halten musste, schreibt als 14jähriges Mädchen in ihr Tagebuch: „Ich würde nur so gern auch mal einen Erfolg sehen und ein einziges Mal von jemandem ermutigt werden, der mich lieb hat.“ Der Wunsch danach, gesehen zu werden, anderen Menschen etwas zu bedeuten und in ihrem Leben wichtig zu sein ist tief mit dem Menschsein verbunden. Leider denken wir Gutes über Andere öfter leise, als dass wir es laut aussprechen. Dabei können kleine Worte Großes bewirken – wie ein winziger Same, aus dem ein riesiger Baum wächst. Die Bibel drückt es so aus: „Ein freundliches Wort ist wie ein Lebensbaum.“ (Spr. 15,4). Na dann – lass‘ uns Bäume pflanzen!

Wie kann man danke sagen?

Pop-up-Karte Wiesenblumen Details

Oft sagt man danke mit einem Geschenk. Wenn man die Person kaum persönlich kennt, wie es z.B. beim Personal in Schulen oder Kindergärten oft der Fall ist, eignen sich vor allem Kleinigkeiten, die sich verbrauchen. Das könnte sein:

  • Kräutersalz
  • Schokolade
  • Kerzen
  • Blumen
  • Gutscheine (z.B. für einen Buchladen, Café, Restaurant, Biomarkt oder Wellness)

Hier sollte aber auf die Regeln der jeweiligen Institution und gesetzliche Vorgaben geachtet werden, damit es nicht zu Vorteilsnahme kommt.

Unkomplizierter und oft für die Empfänger wertvoller sind Worte, die von Herzen kommen. Was aber kann man schreiben, das über „Danke für deinen Einsatz“ hinausgeht? Ein persönliches Danke zeigt, dass die Person in deinem Leben wichtig ist, dass sie fehlen würde, wenn sie nicht da wäre und dass sie dein positiv Leben beeinflusst. Nimm dir etwas Zeit und überlege:

  • Wo und wie habt ihr euch kennengelernt?
  • Was war dein erster Eindruck?
  • Bei welchen Gelegenheiten musst du an die Person denken?

Unter diesem Blogartikel kannst du eine Liste mit insgesamt 26 solcher Fragen downloaden. Sie helfen dir, in die Erinnerung und die gemeinsame Geschichte mit der zu beschenkenden Person einzutauchen und eine sehr persönliche Dankesnachricht zu schreiben. Stell dir einmal vor, du bekämst eine Karte, auf der stände: „Vor 10 Jahren sind wir hierher gezogen. Du standest in der ersten Woche mit strahlendem Lächeln und einem Kuchen vor unserer Tür, um uns als Nachbarn zu begrüßen. Du hast so viel dazu beigetragen, dass wir uns vom ersten Tag an willkommen fühlten und hier zuhause sind.“ Würde das nicht deinen ganzen Tag erhellen?

So bastelst du eine von Herzen kommende Dankeskarte

Mit einer besonderen Karte kommen deine persönlichen Worte noch mehr zu Geltung. Unsere Pop-up-Karte ist einfach zu basteln, hat aber eine große Wirkung. Du kannst sie für den besonderen Wow-Effekt mit echten Blumen gestalten oder mit Blumen aus Papier, auf die du einzelne Dankesbotschaften schreibst.

So bastelst du die Pop-Up-Karte

Pop-up-Karte mit Tulpen zum Danke sagen - Schritt-für-Schritt-Anleitung

Du brauchst:

  • zwei DIN A4-Blätter Tonpapier in verschiedenen Farben
  • eine Schere
  • Kleber
  • Verschiedenfarbiges Papier
  • die Vordrucke für die Pop-up-Karte, die du dir unten kostenlos herunterladen kannst oder frische bzw. gepresste Wiesenblumen

Und so gehst du vor:

Pop-up-Karte basteln zum danke sagen_Schritt-für-Schritt-Anleitung
Pop-up-Karte basteln zum Danke sagen - Schritt für Schritt erklärt
  1. Knicke das DIN A4-Papier, das du für die Innenseite der Karte nehmen willst, einmal mittig hochkant, sodass du eine lange, schmale Klappkarte erhältst.
  2. Klappe die Karte zu und schneide von hinten zwei gleich lange Schnitte in die Karte. Die Position und Länge der Schnitte sind im Download markiert.
  3. Falze das entstandene Viereck um und ziehe die Knickkante kräftig nach. Falte das Viereck dann wieder zurück.
  4. Öffne nun die Karte und drücke das entstandene Pop-up-Viereck nach außen.
  5. Klebe auf das Viereck buntes Papier, damit deine Blumenvase sich vom Hintergrund abhebt.
  6. Wenn du Blumen aus Papier nehmen willst, drucke dir die Blumenvorlagen aus, schneide sie aus und schreibe auf die einzelnen Tulpen deine Dankesworte. Wenn du Lehrern danke sagen willst, lasse die Kinder schreiben. Klebe anschließend die Stiele von hinten an die Blumenköpfe.
  7. Stecke nun deine echten oder Papier-Blumen in die „Vase“, drehe die Karte auf die Rückseite und klebe die Stiele dort fest. Diese Blumen bewegen sich, wenn die Karte geöffnet wird.
  8. Klebe anschließend auf den Hintergrund der Karte weitere Blumen, die ebenfalls mit dem Stiel in der Vase stecken.
  9. Zum Schluss klebst du die Außenseite auf die Karte und gestaltest sie nach deinen Wünschen. Gut macht sich ein großes „DANKE“ oder ein Bild von einem gemeinsamen Erlebnis.

Hat ein aufrichtiges und persönliches Danke in deinem Leben etwas verändert? Schreibe deine Gedanken dazu in die Kommentare. Ich freue mich darüber!

Herzlichst,

deine Eva

Beste Beschäftigung am Wasser: Modellieren mit Lehm

Beste Beschäftigung am Wasser_Modellieren mit Lehm_Gefäße formen

Es ist Sommer, schwülwarm und ihr möchtet als Familie einen Tag am Wasser verbringen. Doch was kann man mit Kindern so lange an einem Bach machen? Oder an einem See? Irgendwann macht das Planschen keinen Spaß mehr und es sind neue Ideen gefragt. Doch was ist die beste Beschäftigung am Wasser? Lies‘ hier, wie an einem Tag am Wasser bei Kindern keine Langeweile aufkommt.

Beschäftigung am Wasser – Ideen

beste Beschäftigung am Wasser - Wasserspiele Ideen

Du suchst Spielideen am Wasser? Es gibt viele Wasserspiele, die Kinder lange froh und beschäftigt halten. Hier findest du eine Auswahl:

  • Baut eine Landschaft mit Sandburgen, einem Hafen oder einer Stadt am Wasser – mit Steinen, Stöcken, Rinde, Sand und allem, was sich sonst noch finden lässt.
  • Sucht mit einem Kescher Schätze im Wasser.
  • Veranstaltet eine kleine Wasserolympiade mit Wasserschlacht; Schwammweitwurf; Zielschießen mit einer Wasserpistole; gefüllten Wasserbecher (ggf. mit Loch), die auf einem Tablett transportiert werden; schmuggelt Eiswürfel; gießt Wasser von einem Baum mit einer Gießkanne in einen Becher; esst einen Apfel aus einer Wasserschüssel, ohne die Hände zu benutzen…
  • Baut ein Floß.
  • Baut Schiffchen, z.B. als Brettern, Rinde oder Walnussschalen.
  • Baut ein Wasserrad.
  • Friert interessante Gegenstände in Wasser ein und lasst sie die Kinder aus dem Eisblock befreien – z.B. mit warmem Wasser in einer Wasserpistole.
  • Stellt den Kindern am Wasser Becher, Schaufeln, Schüsseln, Siebe, Schläuche, Röhren, Trichter, Flaschen, Löffel und Kellen bereit und sie werden in dieser Matschküche riesigen Spaß haben.

Die beste Beschäftigung am Wasser ist die, bei der Kinder in ihrem Tun versinken, spielen, gestalten und darüber die Zeit vergessen. Wir haben in den letzten Jahren Bushcraft für uns entdeckt. Dabei lernt und nutzt man die Gegebenheiten der Natur, ähnlich wie die Menschen vor hunderten von Jahren. Wusstest du z.B., dass an vielen Stellen in Wassernähe Lehm im Boden verborgen ist? Diese natürliche Knete bietet Potential für stundenlangen Spielspaß und man kann damit richtig töpfern.

Wo kann man Lehm finden?

Beste Beschäftigung am Wasser_Lehm aus dem Boden gewinnen

Lehm entsteht, wenn Gestein verwittert. Er befindet sich häufig in der Nähe von Bächen, Flüssen oder Seen im Boden. Du erkennst die Stellen daran, dass sich auf ihnen Pfützen bilden, die lange Zeit nicht versickern. Wenn du dort gräbst, ein wenig Erde in die Hand nimmst und sie zusammendrückst, handelt es sich wahrscheinlich um Lehm, wenn du eine glatte Wurst formen kannst, die nicht sofort auseinanderkrümelt – wie es bei Sand der Fall wäre.

Grabt nun so viel Lehm aus der Erde, wie ihr bearbeiten möchtet. Übrigens hat der Lehm oft in verschiedenen Bodenschichten unterschiedliche Eigenschaften. Daher lohnt es sich auch, etwas tiefer zu graben und Lehm aus verschiedenen Bodentiefen und Bodenschichten zu holen. Dieser Arbeitsschritt macht meist besonders Jungen Spaß und ist für sie eine wunderbare Beschäftigung am Wasser, bei der sie ihre Kräfte einsetzen können.

Arbeitsschritte beim Modellieren mit Lehm

Bevor ihr aus dem Lehm etwas modellieren könnt, musst er gereinigt werden. So geht ihr vor:

  1. Knetet den Lehm im Wasser und entfernt dabei groben Dreck, Steine etc.
  2. Schlagt den Lehm, um ihn geschmeidig zu machen und Luftblasen zu entfernen, damit der Lehm später beim Brennen nicht platzt. Wir haben den Lehm dazu nach dem Kneten auf eine große Felsplatte geschleudert.
  3. Formt aus dem Lehm Figuren oder Gefäße.
  4. Trocknet den Lehm für mehrere Stunden in der Sonne.
  5. Anschließend haben wir versucht, die Gefäße im Lagerfeuer zu brennen. Sie sind dadurch deutlich härter geworden, aber natürlich nicht ganz so stabil wie in einem richtigen Brennofen.

Jedenfalls war der ganze Prozess ein großer Spaß – nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. So sieht ein entspannter Tag am Wasser aus:

Was ist für dich die beste Beschäftigung am Wasser? Schreib deine Tipps und Erfahrungen in die Kommentare, dann haben alle etwas davon.

Herzlichst,

deine Eva

Wie du den Zusammenhalt in der Familie stärkst – baut euer eigenes Quarto!-Spiel

Kennst du das Spiel „Quarto!„? Es wurde vielfach ausgezeichnet, weil es sehr abwechslungsreich und dabei einfach zu erklären ist. Dieses Spiel lässt sich ganz leicht selbst bauen – eine wunderbare Familienaktion. Das Bauen und Spielen stärkt den Zusammenhalt in der Familie. Auch als Geschenk für Mama, Papa, Geschwister oder Freunde ist das Strategiespiel eine gute Idee.

das Spiel Quarto mit den 16 unterschiedlichen Spielfiguren - mit dem Spiel kann man den Familienzusammenhalt stärken

Warum stärkt Spielen den Zusammenhalt in der Familie?

Wie oft sitzt ihr als gesamte Familie zusammen? Wenn man bewusst Zeit gemeinsam verbringt, ohne sich z.B. vom Smartphone ablenken zu lassen, entstehen Nähe und ein Wir-Gefühl. Erst auf dieser Grundlage kann man sich gegenseitig öffnen, Gedanken und Gefühle miteinander teilen und eine gemeinsame Identität entwickeln.

Eine gute Möglichkeit, sich als ganze Familie zusammenzusetzen, bieten regelmäßige Spielzeiten – z.B. ein wöchentlicher Spieleabend. Beim Spielen lernt man einander besser kennen und lernt, zu kooperieren. Auch wird man sich der eigenen Stärken und Grenzen bewusst – und merkt, dass diese nicht feststehen, sondern veränderbar sind. Zudem kann der Umgang mit Erfolg oder Misserfolg in diesem sicheren Rahmen erlernt werden.

So baust du das Quarto!-Spiel

Für dein Quarto!-Spiel brauchst du 16 Spielsteine, die sich in vier Eigenschaften voneinander unterscheiden. Es gibt

  • runde und eckige,
  • helle und dunkle,
  • große und kleine und
  • Steine mit und Steine ohne Loch.
Quarto Spielsteine - den Zusammenhalt in der Familie stärken

Wenn du im Baumarkt 2 Holzstäbe der gewünschten Stärke kaufst (einmal rund, einmal eckig), kannst du die Spielsteine sägen, bohren, schleifen und anmalen. Nun benötigst du nur noch einen Spielplan. Dafür zeichnest du den Plan mit 4×4 Kästchen auf eine feste Pappe oder ein Holzbrett. Alternativ kannst du den Spielplan auch auf ein Säckchen aus Stoff nähen, der dann gleichzeitig als Aufbewahrung für die Spielsteine dient.

So spielt man Quarto!

Ziel des Quarto!-Spiels ist, vier Steine mit der selben Eigenschaft in eine Reihe zu setzen. Das können z.B. vier Steine mit Loch sein, vier helle Steine, vier runde, vier kleine… . Abwechselnd setzen beide Spieler jeweils einen Stein. Dabei sucht man sich den Spielstein nicht selber aus, sondern bekommt ihm vom Gegner in die Hand gedrückt. Gewonnen hat, wer mit seinem Stein vier Steine mit derselben Eigenschaft in einer Reihe verbindet.

Was sind deine Erfahrungen: Stärkt das Spielen den Zusammenhalt in der Familie, oder gibt es eher Streit und Tränen? Was tut ihr, um eure Familie zusammenzuhalten? Ich freue mich über eure Anregungen in den Kommentaren!

Viel Spaß beim Bauen, Spielen und Genießen der gemeinsamen Zeit!

Herzlichst,

deine Eva

Wie du durch ein Naturtagebuch dein Immunsystem stärkst

In der dunklen Jahreszeit mit der steigenden Anzahl von Infekten ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken. Gesunde Ernährung, stabile Beziehungen, Tages- und Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung helfen Eltern und Kindern, gesund und froh zu bleiben. Doch wie bekomme ich Kinder nach draußen, wenn es dort kalt und ungemütlich ist? Hier bei Familie Tulpe findest du viele Draußen-Aktivitäten, die richtig Spaß machen, z.B. das rechts-links-Spiel, wie ihr mit dem Hobo-Kocher draußen kochen könnt, eigene Sternbilder entwickelt, eine Blumenuhr anlegt, Farben aus Steinen oder Pflanzen herstellt oder eine Schaukel für unterwegs baut.

Heute zeige ich dir eine weitere wundervolle Möglichkeit, Zeit mit deinen Kindern an der frischen Luft zu verbringen: Das Naturtagebuch.

Immunsystem stärken durch Zeit in der Natur

spielen-im-Matsch_Immunsystem-stärken

Wie stärkt man sein Immunsystem? Um die Abwehrkräfte zu mobilisieren, braucht es oft gar nicht viel mehr als frische Luft,  Sonnenlicht und Bewegung in der Natur – regelmäßig. Wie bekommt man aber seine Kinder dazu, gern und oft raus zu gehen?

Führe mit deinen Kindern ein Naturtagebuch! Dabei wählt ihr ein Stück Natur in eurer Nähe aus, das ihr über längere Zeit hinweg unter die Lupe nehmt. Ihr schaut euch dort um, beobachtet, untersucht, findet Zusammenhänge, schlussfolgert, lernt und habt dabei eine Menge Spaß. Und ganz nebenbei haltet ihr das ganze Jahr über fit und erlebt eine intensive Familienzeit.

Das brauchst du für dein Naturtagebuch

Naturtagebuch_Ausstattung mit Spaten, Lupe, Wasserfarben_Immunsystem stärken

Wir haben uns eine „Forschertasche“ gepackt, in der diese Dinge stecken:

  • Sitzkissen
  • unsere Naturtagebücher (wir haben einfache Ringbücher mit weißen Blättern genommen)*
  • Taschenmesser
  • Thermometer
  • Schaufeln
  • Messbecher und kleine Gefäße
  • Maßband und Zollstock
  • eine Waage
  • Lupen
  • Siebe
  • Kleber und Klebeband
  • Wasserfarben und Pinsel
  • Stifte und Scheren
  • Lappen
  • Schnüre
  • Pflaster
  • Gläser mit Deckel, um Fundstücke zu transportieren

Wenn wir Zeit haben, schnappen wir uns die Tasche, packen einen Snack ein und machen uns auf den Weg zu „unserer“ Stelle. Nach ein paar Besuchen ist sie schon sehr vertraut, man weiß, wo welche Tiere hausen und freut sich zu entdecken, was sich seit dem letzten Besuch verändert hat.

Das kannst du draußen beobachten

Naturtagebuch_Tiere, Pflanzen und Umwelt erforschen_Immunsystem stärken

Ja, was kann man draußen beobachten? ALLES. Wirklich: Die Natur ist so spannend und es gibt nicht, was nicht irgendwie interessant wäre. Wie fressen Raupen Blätter? Wie organisiert sich ein Ameisenhaufen? Was tut eine Spinne unter Wasser? Welche Schichten hat der Erdboden? Warum wachsen manche Pflanzen nur an bestimmten Stellen? Wie verwest ein alter Baum? Wo sammelt sich Wasser und warum nicht woanders? Was hat der Mensch verändert, was die Natur? Wie schnell wächst eine Blume, ein Pilz oder ein Baum?

So notierst du deine Beobachtungen

Naturtagebuch_Beobachtungen

Bei der Gestaltung deines Naturtagebuches bist du ganz frei. Du kannst es eher künstlerisch oder „wissenschaftlich“ gestalten, du kannst Dinge malen, beschreiben, einkleben oder fotografieren, du kannst die Farbe von Früchten, Pflanzen oder Steinen übertragen, Diagramme anlegen, Gedichte schreiben…

Besonders Spaß macht es, wenn man Entwicklungen über längere Zeit verfolgt. Wann beginnen Eidechsen ihren Winterschlaf, wann beenden sie ihn? Was tun sie dann? Wann wirft ein Baum seine Blätter ab, was tut er im Winter, wann sprießen Knospen? Wie verändern sich Farben?

Du wirst sehen: Wenn ihr einmal auf den Geschmack gekommen seid, macht es süchtig. Ihr lernt wahnsinnig viel: Genau beobachten, darüber reden, nachdenken, schlussfolgern und das Ganze zu visualisieren. Es macht Kinder in jedem Alter Spaß. Und am Ende tut man nicht nur seinem Immunsystem etwas Gutes, sondern dem ganzen Menschen.

Hast du Ideen oder Tipps, was auf jeden Fall auch in die Forschertasche gehört? Schreib‘ es in die Kommentare.

Viel Spaß in der Natur wünscht dir und euch

Eva

 

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Eine überraschender Trick, wie du Sterne erkennen kannst – erfinde dein eigenes Sternbild

links steht eine Person unter dem Sternenhimmel, rechts ist eine Sternenkarte zu sehen, auf der man selber Sternbilder eintragen kann

Liebst du es auch, nachts in den Himmel zu schauen und über die unendlichen Lichter zu staunen? Und kannst du die Sterne erkennen und sie dir merken? Das ist oft gar nicht so einfach – zumal im dicht besiedelten Europa die Nächste so hell sind, dass du viele Sterne auch in sternklarer Nacht nicht siehst. Es gibt einen überraschend einfachen und lustigen Trick, mit dem es dir leicht fallen sollte, dir Sterne zu merken.

Wie kann man Sterne erkennen?

Wer das erste Mal in den Himmel schaut, nimmt wahrscheinlich nur eine wilde Menge an hellen Punkten wahr. Wenn du aber genauer hinschaust, merkst du, dass die einzelnen Sterne ihre Anordnung zueinander aus Sicht der Erde nicht oder kaum verändern. Um sie sich besser merken zu können, wurden schon in den alten Weltreichen Sternbilder festgelegt, z.B. der große Bär oder der große Wagen. Mit ihrer Hilfe konnten man sich nachts orientieren oder Kalender entwickeln. Allerdings gibt es auch Sternbilder, die jünger sind – wie z.B. die Luftpumpe. Witzig, oder?

So findest du dein eigenes Sternbild

Sternkarte mit selbst entwickelten Sternbildern: T-Shirt, Tulpe und eine Fünf

Kennst du schon das Sternbild „T-Shirt“ oder die „Himmelstulpe“? Auch eine kleine Fünf hat sich am Himmel versteckt. Der helle Punkt in der Mitte des Kreises ist übrigens der Polarstern.

Fällt es dir schwer, die alten Sternbilder am Himmel zu entdecken? Besonders für Kinder ist es herausfordernd, sich in der großen Menge der Sterne orientieren zu können. Dann erfindet als Familie doch einfach eigene Sternbilder! Probiert es z.B. mit den Anfangsbuchstaben eurer Namen und zeichnet sie in die Karte des Nordhimmels ein. Und dann versucht in einer sternklaren Nacht, eure eigenen Sternenbilder am Himmel zu entdecken. Schaffst ihr es?

Wir haben ein z.B. T-Shirt gefunden – der Halsausschnitt und der linke Arm stellen den bekannten „großen Wagen“ dar. Und das Sternzeichen „Kassiopeia“ bildet die Spitze unserer Himmelstulpe. Die finde ich natürlich besonders toll. Welche Sternzeichen erfindest du?

Besonders Spaß macht die Himmelsbeobachtung übrigens Anfang August, wenn du durch den Meteorstrom der Perseiden viele Sternschnuppen beobachten kannst.

Lade jetzt kostenlos deine Blanko-Sternenkarte herunter

Deine eigenen Sternbilder kannst du am einfachsten mit einer leeren Karte des Sternhimmels entwickeln, auf der keine der üblichen Sternbilder eingezeichnet sind. Lade hier deine eigene Blanko-Sternkarte kostenlos herunter.

Viel Spaß beim Erkunden des Nachthimmels! Ich freue mich, wenn du deine Sternbilder mit uns teilst – entweder in den Kommentaren oder auf Instagram.

Bleib behütet,

deine Eva

11 Mahlzeiten, die Kinder draußen kochen können – mit einem Hobo-Kocher

Hat du schon mal draußen gekocht? Es fühlt sich nach Freiheit, Abenteuer, Sommer und Urlaub an. Draußen schmeckt alles am besten. Wusstest du, dass auch Kinder nicht nur backen, sondern auch allein draußen kochen können? Mit dem Hobo-Kocher ist es ein Kinderspiel – und ein riesen Spaß für alle. Probiert es mal aus! Lies hier, wie du dich zurücklehnst, während deine Kinder für dich kochen :).

Was ist ein Hobo-Kocher?

verschiedene Hobo-Kocher zum Draußen kochen

So verschieden können Hobo-Kocher aussehen: Hier siehst du links einen großen Besteckkorb, in der Mitte einen kleineren und rechts eine Metalldose, die als Hobo-Kocher aufgebohrt wurde. Es gibt zahlreiche weitere, auch sehr professionelle Varianten. Die einfachen funktionieren aber genauso.

Ein Hobo-Kocher ist eine Metalldose mit vielen Löchern, die wie eine Art Kamin funktioniert. In der Dose entfachst du ein kleines Feuer, durch die Löcher wird Luft angesaugt und oben auf der Öffnung steht dein Kochgefäß. So kannst du mit wenig Aufwand unterwegs Essen kochen. Als Brennmaterial nimmst du kleine Holzstückchen und trockene Zweige.

Der Name des Kochers stammt übrigens von den „Hobos“, nordamerikanischen Wanderarbeitern, die im 19. und 20. Jahrhundert mit Güterzügen auf der Suche nach Arbeit umherreisten. Sie nutzten Metalldosen als Kocher und Heizung.

So baust du deinen Camping-Kocher

draußen kochen mit dem Hobo-Kocher_Feuer machen

Um einen Hobo-Kocher zu bauen, brauchst du eine Metalldose, die innen nicht beschichtet ist. Die Größe sollte so bemessen sein, dass dein Kochgefäß oben sicher stehen kann. Und so stellst du deinen Kocher her:

  1. Bohre mit einen Metallbohrer an der Unterseite der Dose und außen am unteren und oberen Rand zahlreiche Löcher, durch die Luft ziehen kann. Wenn du magst, kannst du auch die ganze Dose löchern. Das ist übrigens eine Arbeit, die Kindern viel Spaß macht. Behalte sie dabei aber gut im Auge.
  2. Wenn du magst, schneide mit einem Metallschneider eine größere Öffnung in die Dose, durch die du Brennmaterial nachwerfen kannst. Du kannst den Kocher aber auch durch die Oberseite der Dose befüllen, dann musst du jeweils nur kurz dein Kochgefäß anheben.

Wenn du keine Lust auf Werkeln hast, nimm einfach einen Besteckkorb aus Metall, der funktioniert ganz wunderbar.

Was brauchst du sonst noch?

  • Töpfe oder Pfannen, die außen schwarz werden dürfen und die am besten einen langen Griff haben, damit sich niemand verbrennt
  • Rührlöffel oder Pfannenwender
  • ein Taschenmesser, mit dem du das Holz auf die passende Größe bringst
  • Streichhölzer oder Feuerzeug
  • einen Dosenöffner, falls am Taschenmesser keiner dran ist

Tipp: Damit deine Lieblingstöpfe keinen Schaden nehmen, schau‘ dich auf Flohmärkten nach passendem Kochgeschirr um.

Was können Kinder draußen kochen?

11 Mahlzeiten, die Kinder draußen kochen können

Was Kinder selber kochen können, hängt natürlich sehr von ihrem Alter und ihren bisherigen Kocherfahrungen ab. Am besten hältst du das Kochen recht einfach mit möglichst wenig Arbeitsschritten. So bereitet ihr das Kochen vor:

  • Legt euch alle Zutaten zurecht.
  • Sammelt trockene Hölzer und brecht sie auf die passende Größe.
  • Stellt den Kocher auf eine sichere, feuerfeste und stabile Unterlage und entzündet dort das Feuer.
  • Sobald es gut brennt, könnt ihr mit dem Kochen loslegen.
  • Denkt daran, das Feuer regelmäßig mit Brennmaterial zu füttern.

Diese 11 Gerichte könnt ihr ganz einfach draußen kochen:

  1. Spiegelei
  2. Nudeln
  3. Baked Beans
  4. Eintöpfe aller Art
  5. Pellkartoffeln
  6. gekochte Eier oder Omelette
  7. Bratwürstchen
  8. Reis
  9. Gemüsepfanne
  10. Chili con Carne
  11. Bratkartoffeln

Neben den Zutaten für euer Gericht solltet ihr immer Trinkwasser, Salz, Geschirr, Besteck und ein Erste-Hilfe-Set dabeihaben.

Regeln fürs Draußen kochen beachten

Wenn Kinder draußen kochen, muss immer ein Erwachsener dabei sein. Bitte informiere dich vorher über die örtlichen Vorgaben zu offenem Feuer in der Natur und den aktuellen Waldbrandstufen und nutze den Hobo nur dort, wo es erlaubt ist. Schneidet oder reißt bitte keine Zweige von lebenden Bäumen – grünes Holz eignet sich eh nicht zum Feuern. Nimm bitte auch alles wieder mit, was du in die Natur gebracht hast. Falls du Müll von anderen findest, entsorge ihn. So lernen deine Kinder von Anfang an einen achtsamen Umgang mit der Natur.

 

Für uns als Familie ist das Draußen-Kochen mit dem Hobo immer ein wunderbares Erlebnis. Die Kinder haben sinnvoll zu tun, sind stolz auf ihre selbst gekochtes Essen, wir Eltern können uns etwas zurücklehnen und am Ende schmeckt es allen.

Wie ist es bei dir – was sind deine Erfahrungen? Und hast du Tipps für den Bau des Hobo-Kochers? Teile sie gern mit uns in den Kommentaren!

Bleib‘ behütet,

deine Eva

Wie Kinder mit einer Blumenuhr Zeitgefühl entwickeln

Blumenuhr von Carl von Linné

Es ist Sommer, die Zeit der langen, hellen Abende. Die Kinder werden einfach nicht müde und Eltern verzweifeln an der Frage: „Wieso soll ich schon ins Bett? Es ist doch noch hell!“ Zum Glück weist nicht nur das Tageslicht auf die Zeit hin, sondern auch Blüten, die sich zu einer bestimmten Uhrzeit öffnen und schließen. Es ist faszinierend, diese sichtbaren Zeichen im Rhythmus der Natur gemeinsam zu entdecken – sie können für Kinder eine Hilfe sein, um ihr eigenes Zeitgefühl zu entwickeln. Probiert einmal als Familie, euch mit den Blumen in eurem Umfeld eine eigene Blumenuhr anzulegen. Lies hier, wie es geht und lade kostenlos eine Vorlage für eure eigene Blumenuhr herunter!

Eine Blumenuhr – was ist das?

Blumenuhr_Blumen nach Tageszeit zuordnen_Freebie_kostenlos_Zeitgefühl entwickeln

Wenn du wissen möchtest, wie spät es ist, schaust du vermutlich auf die Uhr oder seit ein paar Jahren auf dein Smartphone. Als es noch keine Uhren gab, bestimmte die Natur den Tagesrhythmus der Menschen. Wichtig waren das Tageslicht, der Hahnenschrei, aber auch Pflanzen, die zu bestimmten Zeiten ihre Blüten öffnen und schließen. In verschiedenen Kulturen pflanzten Menschen gezielt Blumen an, deren Blüten ihnen die Zeit verrieten. So wussten zum Beispiel Bauern, dass es Zeit für ihre Mittagspause ist, wenn der Bocksbart seine Blüten schließt.

Der schwedische Forscher Carl von Linné beobachtete dieses Phänomen gründlich und legte ein Beet in Form eines Ziffernblatts an. An dem Abschnitt mit den offenen Blüten konnte er verblüffend genau ablesen, welche Uhrzeit gerade ist – die Blumenuhr war geboren.

Allerdings ist die Blumenuhr nicht so unbestechlich wie ihr mechanisches oder digitales Pendant. Die Zeiten, in denen die Pflanzen ihre Blüten öffnen und schließen, hängen nicht nur von der Klimazone ab, sondern auch vom Wetter und der Bestäubung. Wenn Blüten unbestäubt bleiben, lassen sie ihre Blüten länger offen, um auf bestäubende Insekten zu warten.

Wie können Kinder Zeitgefühl entwickeln?

Blumenuhr zum Download_Freebie_kostenlos_Zeitgefühl entwickeln

Wer beginnt, den Rhythmus der Natur zu beobachten, entwickelt nicht nur ein sensibleres Zeitgefühl, sondern lernt viele Zusammenhänge der Natur kennen. Um eure eigene Blumenuhr zu entwickeln, geht am besten so vor:

  • Beobachtet über eine längere Zeit hinweg vor eurer Haustür, welche Blüten geöffnet und geschlossen sind, wenn ihr das Haus verlasst oder wenn ihr heimkehrt. Ihr könnt eine Liste anlegen oder die Blüten einfach fotografieren – in den Bilddaten ist ja auch die Zeit gespeichert. Notiert auch, welches Wetter zu der Zeit war.
  • Nehmt euch als Familie Zeit, ein Beet oder eine Blumenwiese über längere Zeit zu beobachten. Das lässt sich z.B. wunderbar mit einem Picknick verbinden. Notiert euch, wann sich welche Blüten öffnen und schließen. Besonders spannend ist es, Insekten zu beobachten. Wie lange bleiben Blüten geöffnet, nachdem sie besucht wurden?
  • Wenn ihr über einen längeren Zeitraum hinweg festgestellt habt, dass bestimmte Blüten sich immer zu ähnlichen Zeiten öffnen und schließen, zeichnet sie in die Blanko-Blumenuhr ein, die du unten downloaden kannst. Kleinere Blüten könnt ihr auch pressen und einkleben – das sieht besonders schön aus.

Erste Hinweise zu den Öffnungszeiten der Blüten bekommt ihr in dem mehr als 200 Jahre alten Gedicht „Blumenuhr“ von Jean Paul.

Farben aus Steinen und Pflanzen herstellen

Wusstest du, dass du aus Pflanzen, Erde und Steinen Farben herstellen kannst? Ein kurzer Spaziergang in der Natur kann zu stundenlangem Forschen und Werkeln verführen. Wir haben Farben aus Steinen hergestellt und sind begeistert.

Pigment herstellen

Farbe aus Steinen_Pigmente herstellen

Um Pigmente mitten in der Natur herzustellen, brauchst du an sich nichts anderes als Anziehsachen, die Schmutz vertragen können. So gehst du vor:

  • Gehe in die Natur. Besonders gute Fundstellen sind Bach- oder Flussläufe mit Steinstränden. Hier findest du nicht nur Steine, sondern gleichzeitig auch Wasser, mit dem du deine Pigmente zu Farbe mischen kannst. Außerdem kannst du dir wenn nötig Hände oder Gesicht waschen.
  • Suche dir Steine in möglichst verschiedenen Farben. Am Anfang ist es sinnvoll, nach weichen Steinen wie Sandstein Ausschau zu halten. Auch Lehm eignet sich als Farbe. Wenn du Lehm an verschiedenen Orten sammelst, wirst du staunen, wie breit die Farbpalette ausfällt.
  • Nun suchst du dir einen besonders großen Stein als Mahlstein und schlägst deinen Farbstein solange darauf, bis sich kleine Brösel bilden. Wenn du sie reibst, werden sie immer feiner. So einfach hast du dein erstes Pigment hergestellt!

Wenn ihr mit mehreren Menschen unterwegs seid, achtet bitte darauf, beim Schlagen und Zerreiben der Steine Abstand zu halten. Manche Steinsplitter fliegen recht weit. Bei besonders harten Steinen ist eine Schutzbrille sinnvoll. Das kann zur Not auch eine Taucherbrille sein :).

Mit Farben aus Steinen malen

Boot mit Kohle auf Stein gemalt

Das Boot wurde mit zerriebener Kohle gemalt, das Wasser besteht aus weißen Linien, die sich durch den Stein ziehen.

Nun kannst du aus deinen hergestellten Farben Bilder malen:

  • Verrühre das Farbpulver mit etwas Wasser zu einer Pampe.
  • Suche dir eine geeignete Malunterlage. Das kann ein großer Stein sein, ein Brett, die eigene Haut, ein Weg oder was auch immer du findest. Manchmal kann man auch Eigenschaften der Umgebung wie die Maserung von Steinen gut in das eigene Bild einbeziehen.
  • Als Malwerkzeug kannst du deine Finger nehmen. Gut eignen sich auch kleine Stöckchen. Eine Art Pinsel kannst du herstellen, indem du das Ende eines Stocks mit einem Stein zerschlägst. Hier kannst du erfinderisch werden.

Schön ist auch, eine ganze Bilderfolge zu erstellen oder sich eine Geschichte auszudenken. Ich bin gespannt, welche Farben aus Steinen du herstellst und was du daraus gestaltest. Noch ein Tipp: Wenn du nicht alle Pigmente vor Ort vermalen möchtest, nimm dir ein paar kleine Gefäße mit, in denen du besondere Steine oder gemahlenes Steinpulver nach Hause transportieren kannst.

Und nun: Viel Spaß beim Suchen, Finden, Mahlen und Malen! Und wenn ihr euch inspirieren lassen möchtet, schaut einmal bei Heidi Gustafson vorbei. Ein Fest für die Sinne…

Bleib behütet,

deine Eva

Kinder stark machen – mit mechanischem Werkzeug

mechanisches Werkzeug_Schreibmaschine_Nudelmaschine_Nussknacker_Fleischwolf_Kaffeemühle_Briefwaage_Taschenmesser

Kinder stark machen – das wünschen sich wahrscheinlich alle Eltern. Wer möchte nicht, dass ein Kind lernt, seinen Weg zu gehen, gute Entscheidungen zu treffen und seinen Platz im Leben zu finden? In komplexen Zeiten ist das herausfordernd. Hier stelle ich euch eine überraschende Möglichkeit vor, wie ihr eure Kinder in diesem Prozess unterstützen könnt.

Wie Kinder Zusammenhänge erkennen

tätige Hände_filzen, gärtnern, Nudeln machen, Papier schöpfen, bügeln, bauen

Kinder begreifen durch greifen – diese Erkenntnis hat sich weitgehend durchgesetzt. Wenn ein Kind eine Schere in die Hand nimmt, sie dreht und wendet, ihre Beschaffenheit fühlt und damit experimentiert, lernt es. Und nicht nur die Hände sind wichtig, sondern auch die Augen. Das Kind beobachtet: Wenn ich die Griffe der Schere auseinanderziehe, bewegen sich auch die Schneideflächen auseinander. Das Kind lernt Zusammenhänge: Wenn man dies tut, ist das die Folge. Es gibt eine Ursache und eine Wirkung. Das Kind beginnt, Zusammenhänge zu durchschauen, dahinter liegende Prinzipien zu verstehen und in die eigene Wirksamkeit zu vertrauen. So beginnt das Verständnis der Welt im Kleinen, damit später auch komplexere Zusammenhänge eingeordnet werden können und man die eigene Rolle darin finden kann.

Digitale Geräte erschweren diese Lernprozesse, weil keine physische Veränderung zu beobachten ist. Wenn z.B. ein Erwachsener ein Smartphone in der Hand hat und eine halbe Stunde später eine Pizza geliefert wird, dann ist nicht klar, ob zwischen diesen beiden Tätigkeiten ein Zusammenhang besteht – es sei denn, man tauscht sich bewusst darüber aus. Wenn ich heute etwas auf dem Smartphone tue, hätte ich vor etwa 25 Jahren z.B. eine Zeitung gelesen, einen Brief geschrieben, im Kochbuch ein Rezept gesucht, aus dem Atlas eine Reiseroute ausgewählt, eine CD eingelegt, ein Fotoalbum angeschaut, die Tagesschau geguckt, den Wetterbericht gelesen oder Fernsehen geschaut. Vor 25 Jahren wurden begreifbar und beobachtbar Dinge verändert – die Zeitung umgeblättert, ein Buch aufgeschlagen, der Fernseher angeschaltet…, heute wird auf ein Gerät geklickt, dass hinterher genauso aussieht wie vorher. Besonders für kleine Kinder ist es dadurch schwerer, Zusammenhänge zu verstehen.

Wie kann man dann heute Kinder stark machen? Da gibt es natürlich viele Aspekte. Einer davon ist es, Kinder mit Spiel- und Werkzeug vertraut zu machen, bei dem Ursache und Wirkung deutlich zu erkennen ist. Unsere Kinder lieben z.B. mechanisches  Werkzeug aller Art.

Kinder stark machen durch mechanische Geräte

mechanische Werkzeuge_Schreibmaschine_Nudelmaschine_Nussknacker_Fleischwolf_Kaffeemühle_Briefwaage_Taschenmesser für Kinder

1 Laubsäge, 2 Papiertopfpresse für Aussaattöpfchen, 3 Fleischwolf, 4 Schreibmaschine, 5 gusseisernes Manschetten-Kragen-Bügeleisen, 6 Handbohrer, 7 Nudelmaschine, 8 Taschenmesser, 9 Klappsäge, 10 Nussknacker, 11 Briefwaage, 12 Kaffeemühle, 13 Luftpumpe, 14 Schere

Diese Geräte haben sich bei uns bewährt:

  1. Laubsäge: Mit der Laubsäge kann man sogar in einer ganz kleinen Wohnung am Küchentisch arbeiten .
  2. Papiertopfpresse für Aussaattöpfchen: Wer im Frühjahr selber Tomaten o.ä. anpflanzen möchte, kann Kinder aus Zeitungspapier selber Aussaattöpfchen pressen lassen, die später in der Erde zerfallen.
  3. Fleischwolf: Bei uns wird der Fleischwolf hauptsächlich in der Vorweihnachtszeit für Spritzgebäck genutzt und ist dort besonders bei den männlichen Beteiligten DAS Highlight.
  4. Schreibmaschine: Die Schreibmaschine ist ein Evergreen. Spaß machen nicht nur das Schreiben und die „fliegenden Buchstaben“, sondern auch das Staunen der Freunde, eine maschinengeschriebene Postkarte bekommen. Und man kann sogar Bilder damit malen!
  5. Gusseisernes Bügeleisen: Mit dem kleinen Bügeleisen haben die Kinder besonders im Winter viel Freude, wenn der Kamin brennt, das Bügeleisen darauf heiß wird und sie kleine Stoffservietten oder -taschentücher bügeln.
  6. Handbohrer: Der kleine Handbohrer wird ja klassisch zum Basteln mit Kastanien oder Eicheln im Herbst verwendet. Wer etwas größere Löcher mechanisch bohren möchte, kann z.B. einen Kurbelbohrer verwenden.
  7. Nudelmaschine: Natürlich ist es viel aufwändiger, Nudeln selbst herzustellen, als sie fertig zu kaufen. Dennoch ist es ab und an ein großartiges gemeinsames Erlebnis und das Essen schmeckt allen gleich doppelt so gut.
  8. Taschenmesser: Der Klassiker der Outdoor-Kindheit kann viel mehr, als man geheimhin denkt.
  9. Klappsäge oder Säge: Ein kleine Säge kann eine prima Ergänzung zum Taschenmesser sein und ist bei größeren Holzarbeiten eine gute Hilfe.
  10. Nussknacker: Im Herbst und Winter sitzen die Kinder teilweise stundenlang, knacken Nüsse, naschen, hören dabei Hörspiele, retten unversehrte Nussschalen als kleine Boote für den Sommer und sichern den Rest als Anzündematerial für Lagerfeuer.
  11. Die Briefwaage hilft den Kindern, ein Verständnis von Gewichtseinheiten zu entwickeln. Eine Balkenwaage wäre eine gute Ergänzung.
  12. Kaffeemühle: Kaffee zu mahlen ist ein wunderbar sinnliches Erlebnis: Die glatten Kaffeebohnen, der intensive Geruch, das Geräusch der Mühle – es tut einfach gut.
  13. Luftpumpe: Was man mit einer Luftpumpe tut, ist eigentlich klar. Unsere Pumpe birgt allerdings ein Geheimnis – das wir hier bei Familie Tulpe vielleicht auch einmal lüften werden.
  14. Schere: Wieviel Spaß Kinder allein mit alten Verpackungen aus Papier oder Pappe und einer Schere haben können, ist unglaublich. Dieser kleine Gegenstand sichert viele Stunden Erfindungsgeist und Spielfreude.
  15. Rollrasenmäher – nicht im Bild: Ein guter Einstieg in die Welt des Rasenmähens, vor allem, wenn der Griff höhenverstellbar ist.

Wir halten immer die Augen offen nach weiteren mechanischen Geräten. Gute Fundstellen sind Flohmärkte oder Kleinanzeigen, aber auch der Dachboden der Großeltern. Wenn du gute Tipps für weitere Geräte hast, schreib das gern in die Kommentare!

Was passiert, wenn Kinder mit mechanischen Geräten arbeiten?

Wenn Kinder mit mechanischen Geräten arbeiten, hat das viele positive Effekte:

  • Die Kinder erfahren: Das Leben ist spannend! Das Leben macht Spaß! Sie werden neugierig auf das „Dahinter“, wollen die Funktionsweise erforschen. Und ganz oft entstehen Ideen für neue Erfindungen.
  • Mit viel Freude werden Arbeiten verrichtet, die sowieso getan werden müssen.
  • Statt Langeweile zu haben üben Kinder eine sinnvolle Betätigung aus und merken, dass sie etwas beitragen können. Sie leisten ihren Teil, gestalten ihr Umfeld bewusst mit, erfahren Wertschätzung und lernen, wieviel Arbeit auch in kleinen Dingen steckt. Eine wahre Lebens- und Charakterschule.
  • Kinder setzen verschiedene Sinne ein und sind in Bewegung – innerlich und körperlich.
  • Die Auge-Hand-Koordination und die Feinmotorik werden gestärkt.
  • Kinder lernen Grenzen einschätzen und können besser mit Gefahren umgehen.
  • Kinder lernen verschiedene Handarbeiten und Gewerke kennen. Sie werden schöpferisch tätig und erschaffen Dinge mit ihren Händen. Das tut dem ganzen Menschen gut.
  • Die Kinder lernen zusammenzuarbeiten und sich zu organisieren. „Mechanische Arbeit“ passiert bei uns nie allein. Dafür macht es zu viel Spaß.

Und wer zweifelt jetzt noch daran, dass mechanische Geräte Kinder stark machen? 🙂

Ich bin gespannt auf eure Gedanken, Erfahrungen und Anregungen!

Bleibt behütet,

eure Eva

Kinder nach draußen locken – mit dem Rechts-Links-Spiel

Kinder nach draußen locken - rechts-links-spiel

Kinder nach draußen locken ist in der dunklen Jahreszeit manchmal schwierig. Wenn Schnee liegt oder Seen zugefroren und Eisflächen geöffnet sind, kann man Kinder kaum drinnen halten. Doch bei nasskaltem Schmuddelwetter ist es gar nicht so einfach, einen Grund oder Anlass zu finden, gemeinsam das Haus zu verlassen. Wenn mal gar nichts geht, hilft das Rechts-Links-Spiel. Dafür brauchst du lediglich einen Würfel.

So kann ein Würfel Kinder nach draußen locken

Und so funktioniert das Rechts-Links-Spiel:

  1. Zuerst vereinbart ihr gemeinsam einen Startpunkt für das Spiel. Das kann eure Haustür sein, aber auch der Supermarkt, Müllcontainer, Spielplatz oder eine Lichtung im Wald. Wer in der Stadt wohnt, kann auch einen Parkplatz in einem unbekannten Stadtteil wählen. Jeder Ort ist möglich.
  2. Anschließend besprecht ihr, wie oft ihr würfeln wollt. Für den Anfang ist 10 eine gute Zahl. Je nach Ausdauer, Länge der Strecken und Alter der Kinder könnt ihr das individuell anpassen.
  3. Und schon geht es los – lasst euch vom Würfel führen. Am besten würfelt ihr reihum, damit es keinen Streit gibt. Wenn eine gerade Zahl gewürfelt wurde, biegt ihr bei der nächsten Möglichkeit rechts ab – bei einer ungerade Zahl links. Dabei zählen auch die kleinsten (legalen) Wege – gerade das Auskundschaften von Schleichwegen macht das Spiel für Groß und Klein spannend.
  4. Fertig ist das Spiel, wenn ihr keine Lust oder Kraft mehr habt. Das Ende bringt vor allem dann Begeisterung mit sich, wenn es gelungen ist, in einem bekannt geglaubten Gebiet Neues zu entdecken. Und immer wieder wundert man sich, warum man so oft die ewig gleichen Wege nimmt – wo es doch so viel Wundbares zu entdecken gibt.

Also: Es lohnt sich immer, einen Würfel in der Handtasche parat zu haben. So kann man z.B. im Wartezimmer mal fix das Einmaleins üben oder auf einer längeren Autofahrt mit den Kindern eine Rechts-Links-Pause machen.

Viel Spaß beim Entdecken unbekannter Welten!

Bleibt behütet,

deine Eva

Mit dem Einmaleins-Würfelspiel mit Spaß lernen

Das Einmaleins zu lernen ist für Grundschüler oft eine große Herausforderung. Doch wenn man spielerisch an die Sache herangeht, macht das Lernen Spaß und das 1×1 bleibt dauerhaft im Gedächtnis. Zwei Möglichkeiten dafür sind die Einmaleins-Schatzsuche und das 1×1-Black-Jack-Kartenspiel, die wir schon vor einiger Zeit hier vorgestellt haben. Ein anderes Lernspiel ist das 1×1-Würfelspiel. Lies hier, wie es funktioniert.

Das Einmaleins-Würfelspiel – das brauchst du

Für das Einmaleins-Würfelspiel brauchst du

  • zwei Würfel
  • Buntstifte
  • kariertes Papier oder unseren ausgedruckten Spielplan, den du unten im Artikel downloaden kannst.

Das Spiel kannst du mit beliebig vielen Spielern spielen.

Und so geht es

  1. Jeder Spieler zeichnet eine Spielfläche von 10×10 Kästchen auf sein Blatt.
  2. Der erste Spieler würfelt und trägt sein Ergebnis als Fläche in den Spielplan ein. Die einzelnen Zahlen bilden dabei die Seiten der Fläche. Wer zum Beispiel eine Zwei und eine Vier würfelt, trägt ein Rechteck ein, dass zwei Kästchen breit und vier Kästchen lang ist.1x1 Würfelspiel_Beispiel
  3. Um die Aufgaben des Einmaleins zu festigen, ist es sinnvoll, wenn jeder Spieler vor dem Eintragen die erwürfelte Aufgabe und das Ergebnis laut ansagt: 2×4=8.
  4. Nun zieht reihum jeder nach.
  5. Allmählich füllt sich der Spielplan. Gegen Ende kommt es immer öfter vor, dass die gewürfelte Zahl zu groß ist und die gewürfelte Fläche nicht mehr in die gebliebenen Lücken passt. Dann kann der Spieler nichts tun und der Nächste ist an der Reihe.
  6. Gewonnen hat, wessen Spielfläche zuerst ohne Lücken gefüllt ist.
  7. Sollte sich die Schlussphase zu lange ziehen, weil nur große Zahlen gewürfelt werden, kann alternativ der Spieler zum Sieger erklärt werden, der die wenigsten Kästchen frei hat.

Warum ist das Einmaleins-Würfelspiel sinnvoll?

Beim Spielen des Einmaleins-Würfelspiels werden zwar nur die Zahlreihen eins bis sechs geübt (es sei denn, man spielt mit den 10er-Würfeln aus unserer Mathe-Tüte), doch lernen die Spieler die Zahlenmenge als Fläche kennen. So kann auf einen Blick erkannt werden, ob z.B. das Ergebnis von 3×4 größer ist als das von 2×5. Auch stellen die Spieler schnell fest, dass unterschiedliche Zahlenkombinationen zu gleichen Flächengrößen, aber unterschiedlichen Flächenformen führen. Beispielsweise ergeben sowohl 3×4 als auch 2×6 zwölf, aber einmal ist das Rechteck dünn und lang, einmal fast quadratisch.

Wer mag, kann vor dem Spiel zum Üben auf den Spielplänen die einzelnen Malfolgen eintragen. So wird für Kinder, die sich der Mathematik eher optisch nähern, das 1×1 besser verständlich.

Und ganz nebenbei können Kinder bei diesem Spiel auch das genaue Ausmalen üben. Da werden viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen – und zusätzlich verbindet gemeinsames Spielen. Außerdem wird es zum Schluss hin richtig spannend.

 

Übrigens: Wir haben noch viele weitere 1×1-Spiele entwickelt – hier kommst du zur Übersicht.

Viel Spaß beim Würfeln,

eure Eva

 

 

1X1 lernen – mit dem „Black Jack“-Kartenspiel

Das 1×1 lernen, so dass es wirklich „sitzt“ – das ist eine große Herausforderung für Grundschüler. Zum Glück gibt es eine Menge Spiele, die beim 1×1-Lernen helfen. Die Einmaleins-Schatzsuche steht bei uns hoch im Kurs, aber auch „1×1-Black Jack“ wird gern gespielt. Die Spielkarten kannst du unten im Artikel kostenlos herunterladen. Wenn du sie in der Tasche oder dem Portemonnaie bei dir hast, hast du immer eine kurzweilige und lehrreiche Beschäftigung für die Kinder zur Hand.

1x1 lernen_Einmaleins_Kartenspiel Black-Jack_Download

1X1 lernen nach dem Zufallsprinzip

Beim 1×1-Black-Jack hast du zwei Kartenstapel, die jeweils Zahlenkarten von 1-10 (oder in der fortgeschrittenen Variante  für das große Einmaleins 1-20) enthalten. Und so funktioniert es:

  1. Es können beliebig viele Mitspieler mitmachen. Jeder sollte gute Sicht auf die Karten haben.
  2. Legt gemeinsam eine Zeit fest, wie lange ihr spielen wollt. Für den Anfang reichen 5 Minuten.
  3. Mische jeden Kartenstapel und lege sie verdeckt auf den Tisch.
  4. Decke gleichzeitig von jedem Stapel die oberste Karte auf.
  5. Nun müssen alle Mitspieler beide Zahlen miteinander multiplizieren.
  6. Wer zuerst das Ergebnis laut sagt, bekommt eine Kleinigkeit (z.B. einen bunten Stein, eine Walnuss etc.)
  7. Wer nach Ablauf der Zeit die meisten Steine/Walnüsse etc. gesammelt hat, hat die Runde gewonnen.

Wenn ihr mehrere Runde spielen möchtet, mischt zwischendurch immer wieder die Karten, damit möglichst verschiedene Aufgabenkombinationen entstehen. Je nachdem, wie fit die Mitspieler im 1×1 sind, kannst du die Geschwindigkeit des Spiels erhöhen, indem du die Karten schneller umdrehst.

Download der 1X1-Black-Jack-Karten

Die Spielkarten für das 1×1-Black-Jack kannst du hier kostenlos downloaden. Für Anfänger drucke die erste Seite mit dem kleinen Einmaleins, für Fortgeschrittene auch die zweite Seite mit dem großen Einmaleins. Drucke alles zweimal und auf verschiedenfarbiges Papier, dann kannst du die beiden Stapel besser auseinander halten. Nun musst du nur noch die Karten auseinanderschneiden, dann kann der Spiel- und Lernspaß beginnen.

 

Wie lernst du mit deinen Kindern das Einmaleins? Ich freue mich über Tipps und Anregungen!

Viel Spaß beim Rechnen wünscht dir deine

Eva

Kescher bauen – Upcycling aus leeren Gemüsenetzen

Ich wollte eigentlich keinen Kescher bauen – aber schon oft habe ich mich gefragt, wozu man die häufig anfallenden leeren Gemüsenetze nutzen könnte (außer zum Trocken von Walnüssen, denn dazu eignen sie sich hervorragend). Eines Tages half mein Sohn beim Kartoffelschälen und meinte nebenbei, dass die Netze einen tollen Kescher ergeben würden. Das war’s! Direkt nach dem Essen machten wir uns ans Werk – und nach wenigen Minuten hielten wir einen funktionierenden Kescher in der Hand. Hier zeigen wir dir, wie es geht.

Das brauchst du zum Kescher bauen

Kescher bauen_Material_Gemüsenetz, Panzertape, Draht, Stock

Um deinen Kescher zu bauen, benötigst du nur vier Dinge:

  • ein leeres Obst- oder Gemüsenetz
  • einen dicken Stab
  • kräftigen Draht, etwa 10 cm länger als der gewünschte Umfang des Keschers
  • Panzertape

So baust du deinen Kescher

Wähle ein Gemüsenetz, das der gewünschten Größe deines Keschers entspricht. Kartoffelnetze eignen sich besonders gut. Die Netze sind meist oben und unten mit einem kleinen Metallstreifen verschlossen. Wenn du das Netz genau unter dem Verschluss aufschneidest, hat die entstehende Öffnung den größtmöglichen Umfang.

Kescher bauen aus einem Gemuesenetz

Und so baust du aus dem Gemüsenetz einen Kescher:

Kescher bauen_Gemüsenetz aufziehen
  1. Fädele dein Netz auf den Draht. Am Schluss wird es etwas pfriemelig, weil das Netz ja rund ist und der Draht recht starr.
  2. Knicke den Draht mittig und ziehe das aufgefädelte Netz nach oben an den Knick.
  3. Nun kannst du das Netz auf beiden Seiten gleichmäßig über den Draht ziehen.
  4. Dann biegst du den Draht zum Kreis. Winkle die Enden des Drahtes vom Kreis ab. Sie bilden die Verbindung zum Stock. Dein Kescher ist nun fast fertig.
  5. Halte die Enden des Drahtes an deinen Stab und umwickle beides mit Panzertape. Das funktioniert am besten zu zweit – einer hält, einer klebt.
Kescher bauen_das Gemüsesnetz befestigen

Und schon ist er fertig, der Kescher. Auf geht’s zu Abenteuern in freier Wildbahn!

Tipp: Wenn du besonders schwere Fänge machen willst, lege den Draht doppelt oder dreifach.

Viel Spaß wünscht dir

Eva

P.S. Wenn du Upcycling-Projekte magst: Wir haben Spielgeld und eine Ritterrüstung aus Tetrapak hergestellt.

Einmaleins lernen – mit einer Schatzsuche

Das Einmaleins ist eine wichtige Grundlage, um im Alltag schnell rechnen und überschlagen zu können – doch fällt das Einmaleins lernen oft schwer. Versucht doch einmal, spielerisch an die Multiplikation heranzugehen. So lernt das Kind das 1×1 deutlich schneller und verbindet mit dem Rechnen positive Emotionen und Bewegung.

Schatzsuche zum Einmaleins lernen – die Spielregeln

Bei der Einmaleins-Schatzsuche sind Spielkarten mit Rechenaufgaben quasi die Schnitzel der Schnitzeljagd. Auf einer Seite der Spielkarte steht jeweils eine Aufgabe des Einmaleins, auf der anderen Seite die Lösung zu einer anderen Aufgabe.

Und so funktioniert es:

  1. Zur Vorbereitung verteile die Spielkarten auf einer gut überschaubaren Fläche, wobei die Seite mit der Lösung nach oben zeigt. Bei Wind beschwere die Zettel mit einem kleinen Stein.
  2. Gib den Kindern die Startkarte in die Hand. Auf der Rückseite finden sie die erste Aufgabe.
  3. Nun müssen die Kinder nach dem Zettel mit der richtigen Lösung suchen. Haben sie ihn gefunden, heben sie ihn auf, drehen ihn um und lesen die nächste Aufgabe laut vor. Dann suchen sie erneut nach der richtigen Lösung.
  4. Das Spiel endet, wenn die letzte Karte gefunden wurde. Auf ihrer Rückseite steht, wo der Schatz zu finden ist.

Die Spielkarten zum Einmaleins lernen – Download

Die Spielkarten für die Einmaleins-Schatzsuche kannst du hier kostenlos als PDF herunterladen:

Bitte drucke die Datei doppelseitig aus, damit jede Spielkarte die passende Rückseite bekommt. Schneide anschließend die Spielkarten entlang der gestrichelten Linie aus.

Hinweise zur 1×1-Schatzsuche

Eine Schatzsuche ist für Kinder immer ein Highlight und sie werden begeistert mitmachen. Doch geht es hier ja nicht nur um den Spaß, sondern auch ums lernen. Mit diesen Tipps können Kinder mit der 1×1-Schatzsuche noch besser das Einmaleins lernen:

  • Lass‘ die Kinder die ausgedruckten Spielkarten ausschneiden. So beschäftigen sie sich schon vorab mit den Aufgaben und merken sich manches bereits.
  • Wenn die Kinder die Aufgaben und Lösungen beim Spiel laut vorlesen, prägen sie sich besser ein.
  • Am besten funktioniert die Schatzsuche mit einem einzelnen Kind oder einer kleinen Gruppe. Bei größeren Gruppen solltet ihr vorab überlegen, wie ihr sicherstellt, dass jeder drankommen kann.
  • Die Einmaleins-Schatzsuche kann sowohl drinnen als auch draußen gespielt werden. Auf einem Schulflur oder Pausenhof lässt sie sich ebenso problemlos umsetzen wie in der heimischen Wohnung, auf dem Spielplatz oder im Wald.
  • Die 1×1-Schatzsuche kann beliebig oft wiederholt werden. Wenn man sie an unterschiedlichen Orten spielt, wird sie so schnell nicht langweilig. Stecke die Spielkarten einfach ins Portemonnaie, um sie immer dabei zu haben. So kannst du mit deinen Kindern auch eine lange Zugfahrt oder die Zeit im Wartezimmer überbrücken – und ganz nebenbei das Einmaleins lernen. Und sogar bei einer Geburtstagsfeier von Zweit- oder Drittklässlern kann die Einmaleins-Schatzsuche ihren Platz finden.

Die Schatzsuche enthält übrigens bewusst nicht alle Aufgaben des Einmaleins, damit das Spiel nicht zu lange dauert und die Kinder nicht die Lust verlieren. Auf den Spielkarten stehen schwierigere Aufgaben des 1×1 und die Quadrataufgaben. Wer mag, kann auf eigene Faust das Spiel um die Aufgaben erweitern, die besonders geübt werden sollen. Dafür sind einige blanko Spielkarten im Download enthalten.

Viel Spaß beim Spielen und Lernen wünscht euch

Eure Eva

Puppenkleidung aus Socken – ohne nähen

Puppenkleidung-aus-Socken_Puppen_alte Socken

Also: Traut euch ran an die Schere! Zerschnittene Socken fransen kaum, sodass die Kleidungsstücke tatsächlich ohne Nähen entstehen und benutzt werden können. Wir haben vier Modelle des „Sockenzerschneidens“ ausprobiert. Die Herausforderung ist natürlich immer, möglichst viel Kleidungsstücke aus einer Socke herauszubekommen. Ich bin gespannt auf eure Varianten! Die unten stehenden Modelle wurden allesamt von unseren Kindern erdacht und umgesetzt.

Junge Puppenmamas oder -papas brauchen genügend Puppensachen, um ihre Babys umsorgen zu können. Anziehsachen für Puppen kann man kaufen, selbernähen – oder einfach zurechtschneiden. Ja, richtig gelesen: Puppenkleidung aus Socken ist nicht nur schnell hergestellt – sie hat auch andere Vorteile:

  • Alte, vereinzelte oder zu klein gewordene Socken finden sich regelmäßig in jedem Haushalt. Anstatt sie wegzuwerfen, bekommen sie einfach ein neues Leben.
  • Bei der Herstellung der Kleidung können sich die Kinder kreativ austoben. Es macht großen Spaß – und kann nicht schiefgehen. Wenn ein Socke ungünstig beschnitten wurde, wartet man eben auf ein neues Exemplar.
  • Sollte ein Kleidungsstück der Puppe verloren gehen, ist es kein großer Verlust: Es war ja nur eine alte Socke. Und die kann ersetzt werden.
  • Wenn der nächste Socke ein Loch hat und seinen Partner verliert, hält sich der Ärger in Grenzen.

Puppenkleidung aus Socken – das Sommerkleid

Ein Sommerkleid aus einem Socken stellst du so her:

  1. Lege den Socken auf die Puppe und miss die Länge deines Kleides ab.
  2. Schneide den unteren Teil des Sockens entsprechend ab.
  3. Schneide unterhalb des Sockensaums rechts und links eine Öffnung für die Puppenarme.
  4. Probiere das Kleid an. Jetzt kannst du noch Kleinigkeiten anpassen oder das Kleid verzieren.
  5. Fertig.

Rock, Oberteil, Halstuch und Mütze aus Socken

Aus einem einzigen Socken kannst du tatsächlich vier Kleidungsstücke und damit ein vollständiges Outfit für eine Puppe herstellen – und es bleibt kein Müll übrig. Prüfe bitte vorher, ob die Socke von der Größe her zu deiner Puppe passt.

  • Für den Rock schneidest du den oberen Teil des Socken bis kurz vor der Ferse ab.
  • Die abgeschnittene Fußspitze wird zur Mütze.
  • Der mittlere Fußteil verwandelt sich in eine Halssocke.
  • Aus der Ferse und einem schmalen Stoffstreifen entsteht ein Oberteil, eine Art Bustier. Schneide dafür den Stoffstreifen hinten mittig durch. Nun kannst du das Oberteil der Puppe auf dem Rücken zusammenbinden.

Puppenkleidung für besondere Anlässe: Abendkleid, Weste und Unterhose

Auch das obligatorische „Kleine Schwarze“ kann aus einem Socken hergestellt werden – zusammen mit einer Weste und einer Unterhose. Für einen Ausflug ins Kulturleben ist die Puppe damit bestens ausgerüstet. Und so geht’s:

  1. Für das Kleid schneide das Bein des Socken oberhalb der Ferse ab. Unterhalb des Sockensaums schneide rechts und links wieder Löcher für die Arme.
  2. Aus der Fußspitze entsteht die Unterhose. Schneide sie je nach Größe der Puppe zurecht. Füge rechts und links Öffnungen für die Beine hinzu.
  3. Der Fußmittelteil wird zur Weste. Der entstandene Schlauch wird mittig so aufgeschnitten, dass ein Rechteck entsteht. Schneide dann am Rand des Stoffstücks rechts und links einen schmalen Streifen von unten nach oben, schneide ihn aber oben nicht ab. So erhälst du zwei Bänder, mit denen du die Weste zubinden kannst. Jetzt noch zwei Löcher für die Arme schneiden – fertig.

Bei dieser Schnittvariante bleibt die Ferse übrig. Wer hat eine Idee, was man daraus noch machen könnte?

Hose und Stirnband aus alten Socken

Für eine Puppenhose brauchst du fast den ganzen Socken. Schneide zuerst den Saum ab – der wird das Stirnband der Puppe. Auch die Sockenspitze brauchst du nicht mehr, schneide sie ab. Auf Höhe der Ferse schneidest du nun einen Schlitz in den Socken – so breit, dass deine Puppe vom Bauchumfang her hineinpasst. Ein Bein der Puppe fährt in den Beinteil des Socken, das andere in den Fußteil. Und schon trägt sie eine neue Hose.

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren! Es ist wirklich sehr einfach, Puppenkleidung aus Socken herzustellen. Und wir sind jetzt sehr gespannt auf eure Socken-Mode! Zeigt uns doch eure Puppenkleidung – wir freuen uns darauf.

Und hier noch eine Zusammenfassung zum Pinnen:

Bleibt behütet,

eure Eva & ihr junges Schneiderteam