Jahresrückblick – Fragen für den dankbaren Blick zurück

Morgen schon endet das Jahr und ein neues steht in den Startlöchern. Es ist Zeit für einen Rückblick. Wie immer schauen wir als Familie Silvester gemeinsam auf das letzte Jahr zurück. Jedes Jahr ist anders, hat seine Höhen und Tiefen, aber was immer gleich ist: Nach unserem Jahresrückblick bin ich dankbar. Dankbar für alles, was wir erleben durften, dankbar für meine Familie, dankbar für die vielen guten Begegnungen, dankbar für alle Chancen und Möglichkeiten.

Schnee, Ski

Noch stehen wir vor diesem Rückblick, und ich befinde mich in einem Zustand zwischen völliger Überforderung und vollkommener Gelassenheit. Das Umzugs-Chaos, mitten darin das Weihnachtsfest, viele Weihnachtsfeiern und Konzerte der Kinder und nun die stillen Tage hin zum Jahresende… Mir war von vornherein klar, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht „fertig eingerichtet“ sein würden (haha), aber dass wir nun seit einem guten Monat im Haus campieren, damit hätte ich nicht gerechnet. Unser Umzug hat sich recht spontan ergeben und es gab wenig Zeit, im Voraus zu planen. Irgendwann habe ich in den Überlebensmodus geschaltet, habe getan, was im Moment getan werden musste – für das große Ganze hatte ich keine Energie. Und so hat auch alles gut geklappt. Die Küche steht, die Waschmaschine auch: Damit ist die Grundversorgung gesichert. Wir schlafen mit unserem Matratzen auf dem Fußboden, daneben hat jeder seine Umzugskartons mit den Klamotten und den wichtigsten Habseligkeiten. Es fühlt sich etwas wie Sommerurlaub im Haus an und ist tatsächlich sehr entspannt.

Der Grund, warum bisher noch keine Betten aufgebaut und Zimmer eingerichtet sind, ist der Grundriss des Hauses. Unser altes Herrenhaus hat wenige, dafür sehr große Räume. Adamsson sieht darin kein Problem – er denkt an eine ganz klassische Raumaufteilung mit Wohnzimmer, Kinderzimmern und Schlafzimmer. In meinem Kopf hat sich dagegen seit ein paar Wochen eine unkonventionellere Idee festgesetzt, aber ich kann sie noch nicht ganz fassen. Bis ich weiter bin, bleibt unser Zeltlager erhalten. Den Kindern gefällts.

Morgen nun steht unser Jahresrückblick auf dem Plan und ich bin gespannt, was wir zusammentragen und wie viele kostbare Momente uns neu ins Gedächtnis gerufen werden. Für unseren Rückblick benutzen wir diese Fragekarten.

Fragekarten für den Jahresrückblick – freier Download

  • Druckt die Vorlagen auf DIN A4-Blättern aus und schneidet entlang der gestrichelten Linien die einzelnen Karten aus. Das ist übrigens eine wunderbare Beschäftigung für Kinder.
  • Nun kann jeder offen oder verdeckt eine Karte ziehen.
  • Los geht’s mit dem fröhlichen Austausch.

Jahresrückblick Fragen

Jahresrückblick Fragen

Manche der Fragen sind für kleinere Kinder zu abstrakt. Deswegen lege ich gern noch ein Bild von jedem Familienmitglied dazu. Die Kleineren ziehen sich eins davon und erzählen, was sie mit dieser Person im letzten Jahr erlebt haben. Da kommen die überraschendsten Dinge zutage!

Bleibt behütet,

eure Eva

Weihnachtskarte – freier Download

Kurz vor Weihnachten lasse ich auch mal was von mir hören. Ich war abgetaucht. Anfang Oktober war ich zum Studieren von Hausen in die Stadt gezogen. Seitdem bin ich verloren. Entweder sitze ich alleine in meiner Einraumwohnung am Computer oder ich schleiche über den Campus und versuche, normal zu wirken. Es fällt mir nicht leicht.

Mit meinem Eltern hatte ich abgemacht, dass ich mich für BWL einschreibe. Da findet man immer einen Job. Nach den ersten Wochen weiß ich nun: BWL ist nicht meine Sache. Aber was dann? Ich habe mich einmal quer durchs Vorlesungsverzeichnis gelesen, mir interessante Veranstaltungen angestrichen und besuche die nun nach Lust und Laune. Ich hoffe, so herauszufinden, was für mich das Richtige ist. Weihnachten schaue ich deswegen mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Ich freue mich auf Zuhause, auf die Vertrautheit, auf das immer Gleiche. Nur die ganze Fragerei. Noch habe ich meinen Eltern nichts erzählt. Und jetzt mag ich auch nicht weiter drüber nachdenken.

Neulich war ich in einer Geschichtsvorlesung zum Ersten Weltkrieg. Was ich bisher nicht wusste: Mitten im Krieg kam es am Heiligen Abend zu einem spontanen Weihnachtsfrieden.

Christmas Truce 1914.png

An der Westfront tauschten deutsche und britische Soldaten Schokoladenkuchen, sangen Weihnachtslieder, stellten Tannenbäume auf die Grabenränder und kickten sogar einen Fußball hin und her kicken. Was für ein Lichtblick in dieser dunklen Zeit! Dieser Film für Sainsbury’s bringt das Ganze sehr schön raus (auch wenn er Werbung ist).

Der Weihnachtsfriede aus dem Jahr 1914 hat mir Hoffnung gegeben. Wenn etwas so Unwahrscheinliches passiert, dass verfeindete Soldaten im Krieg zusammen Weihnachten feiern , dann kann auch ich mein Studium auf die Reihe bekommen. Meine diesjährige Weihnachtskarte spiegelt das wieder.

Meine Weihnachtskarte – freier Download

Ich wünsche mir endlich Frieden im Herzen. Ich möchte Ja sagen können zu dem, was ich mache und wie ich lebe. Ich möchte lieben, was ich tue. Ich wünsche mir Ruhe, Geborgenheit, Begeisterung. Falls es dir auch so geht, kannst du meine Weihnachtskarte gern für dich oder andere downloaden, teilen oder ausdrucken.

Weihnachtskarte: Frieden

Liebe Grüße,
eure Daria
(die sich jetzt überlegt, was sie ihren Eltern zu Weihnachten erzählen wird)

Hausmittel gegen Schnupfen: die Zwiebel

Oh my dear. Jetzt hat es mich wieder erwischt. Die Nase läuft und läuft. Kein Wunder nach der Odyssee der letzten Wochen und Monate. Normalerweise liebe ich das Reisen, plane wenig und lebe in den Tag hinein. Doch die Reise von Antananarivo Richtung Berlin war zäh und ermüdend. In Madagaskar war noch alles easy. Auf der Fahrt mit dem Containerschiff nach Mombasa wurde ich fürchterlich seekrank – I’m a bad sailor. Zentralafrika kenne ich ganz gut und habe auch liebe Menschen wiedergetroffen, aber rund ums Mittelmeer hat sich in den letzten Jahren alles geändert. Ich bin oft in gefährliche Situationen geraten, alles ist unvorhersehbar. Hier in Deutschland nun ist es dunkel, kalt und nass, und meine Seele wünscht sich einfach nur Ruhe und einen Ort zum Durchatmen.

Als ich gestern in der Dämmerung durch Hausen fuhr, platzte mein Fahrradschlauch. An sich ist das Flicken meine leichteste Übung, aber nicht bei -5 Grad. Ich klopfte an das nächste Haus – und geriet in ein unglaubliches Chaos. Überall Kinder und Umzugskartons. Dazu Wärme, Offenheit und Freundlichkeit. Ich habe oft festgestellt, dass dort, wo schon viele Menschen sind, auch gern noch welche dazukommen dürfen. Vielleicht, weil es keine Ruhe gibt, die gestört werden könnte.

In dem großen Haus habe ich ein Eckchen für meine Matte und den Schlafsack gefunden. Hier werde ich meine Erkältung auskurieren – wenn ich so lange bleiben darf. Mein Gefühl sagt mir:  it suits.

 

Mein Geheimtipp bei Schnupfen

Zwiebeln gegen Schnupfen

Ich fahre ja seit Jahrzehnten mit meinem Fahrrad in der Weltgeschichte herum. Da meine Finanzen und medizinische Versorgung oft gleichermaßen rar waren, habe ich mich mehr und mehr mit Heilkräutern und Hausmitteln beschäftigt. Das Einfachste und sehr wirkmächtige Mittel gegen Erkältung und Schnupfen: Die Zwiebel. Und so mache ich es:

  • Zwiebel in kleine Stücke schneiden,
  • auf einem Teller oder Brett verteilen
  • und neben das Bett stellen.

Am Morgen fühle ich mich meist deutlich besser – auch, wenn dann alles nach Zwiebel riecht. Aber das nehme ich gern in Kauf.

 

Und jetzt – will ich nur noch schlafen.

See you,

Georg