Unsere Farben von Ostern – so begehen wir das Osterfest

Ich mag es, Ostern als Familie ganz bewusst zu begehen – ähnlich wie Weihnachten. Dazu gehört auch, dass wir den Ostertagen einzelne Farben zuordnen. Das sind nicht unbedingt die liturgischen Farben; wir haben unsere eigene Familiensymbolik entwickelt, damit auch die Kinder die Bedeutung von Ostern verstehen und ihr nahe kommen können.

Das Osterfest ist für mich mit viel Farbe verbunden, zumal der Winter sich endlich in die rauen Berge zurück zieht und die bunten Frühblüher ihre Köpfe aus dem Erdreich strecken. Ich schreibe euch mal auf, was unsere Farben von Ostern sind.

die Farben von Ostern

Gründonnerstag ist grün

Am Gründonnerstag denken wir an das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern. Woher der Name stammt – ob vom Greinen, also dem Weinen, vom Wintergemüse Grünkohl oder der liturgischen Farbe Grün – ist nicht eindeutig. Jedenfalls nehmen wir den Namen Gründonnerstag zum Anlass, viel Grün zu essen. Auf dem Speiseplan stehen z. B. Spinat, Salat, Gurke, Kohlrabi oder Kartoffelsuppe, die mit vielen (Wild-)Kräutern grün gefärbt wird.

die Farben von Ostern - Gründonnerstag - wir denken an das letzte Abendmahl und essen grün

Karfreitag ist schwarz

Am Karfreitag denken wir an Jesus Tod am Kreuz. Daran erinnert uns ein schwarzes Tischtuch. Außerdem versuchen wir, am Karfreitag auf Süßes zu verzichten (die ganze Fastenzeit über schaffen wir es als Familie leider nicht).

Karfreitag - Jesus starb - ein dunkler Feiertag

Ostersonntag ist bunt

Am Ostersonntag geht es fröhlich zu. Wir feiern die Auferstehung des Herrn! Das begehen wir so bunt wie möglich. Ein Strauß frischer Blumen schmückt den Tisch, wir essen bunte Eier und auch Süßes ist wieder erlaubt. Außerdem werden natürlich die Osternester versteckt und gesucht.

 

die Farben von Ostern - Ostersonntag - der Herr ist auferstanden - wir feiern bunt

Ostern ist ein Fest der Hoffnung. Das wollen wir auch in den Farben von Ostern darstellen. Vom Grün, also der Hoffnung, ausgehend erleben wir das tiefe und dunkle Tal des Karfreitags, bevor am Ostersonntag Farbe und Leben explodieren. Ich erlebe es auch selbst immer wieder: Wenn ich Hoffnung im Herzen trage, endet jede dunkle Zeit einmal und gibt der Farbe und dem Leben Raum. Diese Gewissheit möchte ich meinen Kindern weitergeben.

Abgesehen vom Osterfest tut sich auch etwas in Sachen Hauseinrichtung. Wir haben endlich entschieden, wie wir unsere Räume aufteilen wollen. In der ganzen Zeit vom Umzug bis jetzt haben unsere Kinder in großen Matratzenlagern auf dem Boden genächtigt – möglichst alle gemeinsam. Ich dachte immer, dass es für die Kinder wichtig ist, abends ihren Rückzugsort zu haben. Einerseits ist das auch so, andererseits schlafen sie tatsächlich besser in Gemeinschaft. Daher haben wir uns nun entschlossen, die zwei riesigen Räume in der oberen Etage als Schlafräume zu nutzen – einen für die Jungen, einen für die Mädchen. Jedes Kind bekommt ein eigenes Hochbett mit einem Privatplatz darunter, wo Bücher, Klamotten etc. aufbewahrt werden können. Außerdem werden wir jeweils ein Bad und ein WC einbauen. Die anderen Räume werden Gemeinschaftsräume, in denen jeder tagsüber seinen Interessen nachgehen kann: Es gibt den Salon für Gemeinschaft, Spiele und Gespräche, die Bibliothek zum Lesen und für ruhige Aktivitäten, das Musikzimmer, den Werkelraum für handwerkliche Aktionen und das Forscherzimmer, in dem experimentiert, gemalt und genäht werden kann. Der Dachboden muss noch fertig ausgebaut werden, danach wird er „Tobeplatz“ für Schlechtwettertage.

Familie Tulpes Haus_unten mit Raumaufteilung

Familie Tulpes Haus_oben mit Raumaufteilung

Ich bin so froh, dass wir jetzt endlich ein paar Schritte weiter sind. Bis Ostersonntag nehmen wir uns noch frei, ab Montag  beginnen wir mit der praktischen Umsetzung. Da wartet noch eine Menge Arbeit auf uns. Zum Glück ist Georg Benjamin noch da und kann uns unterstützen – er ist recht geschickt in allem, was mit Holz zu tun hat.

Genießt das Osterfest und bleibt behütet,

eure Eva

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