Georg Benjamin

Hi Mates, ich bin Georg Benjamin, Brite und Dauerreisender. Bzw. war ich das. Nun bin ich vielmehr 70.

Geboren wurde ich am April Fools’ Day; so nahm ich das Leben von Beginn an leicht. Kurz vor dem 16. Geburtstag packte ich den Drahtesel und machte mich auf, die Welt zu erkunden.

Georg Benjamin - urban nomad, backpacker, Lebenskünstler - auf Weltreise in den 70er Jahren

Zwischen Bolivien, der Mongolai, Afghanistan und Marokko habe ich den Absprung verpasst. Ich fuhr weiter und weiter, traf Menschen, blieb, bis es kompliziert wurde, dann fuhr ich wieder. Finanziert habe ich mich hauptsächlich mit Englischunterricht, doch auch mein Charme ebnete mir Wege. Ich dachte, ich werde irgendwann unterwegs erwachsen. Doch bis heute ist dieser Zustand nicht eingetreten.

Meine Reiseziele habe ich immer spielerisch ausgewählt. Zuletzt hatte ich beschlossen, Weltstädte in alphabetischer Reihenfolge abzufahren. Nach Antananarivo stand Berlin auf dem Plan. Fast angekommen, riss mich in Hausen ein Hexenschuss vom Sattel, direkt vor Familie Tulpes Haustür. Nun bin ich Dauerpausierender und hause als „Mann für alle Fälle“ in einem Holzhäuschen hinten auf dem Grundstück. Zu meiner größten Überraschung liebe ich es. Eine eigene Familie habe ich nicht (dass ich wüsste). Eltern habe ich immer bewundert, belächelt und naiv bestaunt. Hätte ich vorher gewusst, was Familienleben an Chaos und Abenteuer mit sich bringt, hätte ich mich früher hinein gestürzt.

Georg Benjamin, tiny house, Holzhütte, Datsche

(Trotzdem habe ich als Backup immer das Rad hinter der Hütte stehen.)