Hier geht es um alles, was man mit oder auf Papier machen kann.

Tipps gegen Langeweile in den Ferien

Nicht bezahlte Buchempfehlung – aus Überzeugung. Ferien: Das bedeutet Ausschlafen, spielen, lesen, gammeln, Sport, sich mit Freunden treffen – und Langeweile. Aus Langeweile wächst Unzufriedenheit und Streit. Ich habe neulich ein Buch gefunden, das ich bei meinem letzten Besuch mit zu Familie Tulpe genommen und ausprobiert habe. Alle waren begeistert und wir haben einen langen Nachmittag im Schatten unter dem Apfelbaum mit Papier und Stiften verbracht. Hier also meine Tipps gegen Langeweile.

Tipps gegen Langeweile - Spiele mit Papier und Stift

Das Buch „ZEICHNEN, SPIELEN, TANGELN“ ist prall gefüllt mit Spielideen, die sich mit Stift und Papier umsetzen lassen und die Kreativität anregen. Hier haben wir mit einem Bleistift Kringel auf ein Papier gemalt – anschließend wurde aus jeder Schlaufe ein Fisch. Dazu hat Heide  eine bunte Unterwasserwelt gemalt.

Das Buch „ZEICHNEN, SPIELEN, TANGELN“ vom EMF-Verlag enthält 46 Ideen für Spiele, die man mit Papier und Stiften umsetzen kann. Meist wird von einer ganz einfachen Grundidee ausgegangen, z.B.

  • Man malt einen Umriss seiner Hand auf ein Blatt und wandelt die Hand in ein Monster um.
  • Welchselzeichnungen: Zusammen mit einem Freund zeichnet ihr abwechseln ein Gesicht oder eine Figur.
  • Du zeichnest fünf Kreise verschiedener Größe auf. Nun gestalte daraus ein Bild.
  • Verteile fünf Punkte auf ein Blatt Papier. Zeichne daraus eine Figur – Punkt 1 wird der Kopf, 2 und 3 die Hände und Punkt 4 und 5 werden die Füße.

Bei uns war es so, dass wir längst nicht alle Anregungen brauchten, um einen bunten Nachmittag zu erleben. Wenn man einmal „drin“ ist, zeichnet man vertieft an einem Bild, fügt Farben und Muster hinzu und ist ganz erstaunt, was die anderen alles hervorgebracht haben, wenn man sich endlich vom eigenen Blatt lösen kann.

Fische zeichnen

Heides Bild mit den Fischen z.B. hat mir so gut gefallen, dass ich es mir gleich in meiner Studentenbude an die Wand gehängt habe. Und immer, wenn ich nicht weiß, was ich tun kann, nehme ich einen Stift zur Hand und beginne, Schlaufen zu malen. Sie wirken sogar bei mir, die Tipps gegen Langeweile. Und besonders lustig ist: Wenn ich ein Weilchen vor mich hingemalt habe, bekomme ich oft Lust, so richtig was zu schaffen. Einige meiner Semesterarbeiten sind nach solchen Mal-Sessions entstanden. Zeichnen scheint produktiver zu machen als Social Media.

Liebe Grüße,

eure Daria

Muttertag und Vatertag – eine Karte für die Liebsten

Am Sonntag ist Muttertag, und Himmelfahrt wird auch oft als Vatertag begangen. Man kann Eltern nie genug danke sagen. Schön, dass es einen Tag im Jahr gibt, wo besonders daran gedacht wird, was Eltern alles leisten. Im letzten Semester habe ich von Zeit zu Zeit VWL-Vorlesungen besucht. Dabei ist mir aufgefallen, dass die viele Arbeit, die Eltern im Rahmen der Familie tun, wirtschaftlich „nutzlos“ scheint. Die vielen kleinen Dienste, die mit Liebe getan werden, bringen niemandem einen Cent in die Tasche:

  • stundenlang zuhören
  • Geschichten vorlesen
  • mitkochen lassen
  • gemeinsam saubermachen – und alles dauert doppelt so lange
  • Pflaster kleben
  • trösten
  • werkeln

Doch wie würde unsere Gesellschaft aussehen, wenn Eltern ihre Zeit vollständig in den Gelderwerb stecken würden? Wer wäre da, wenn ein Kind laufen, lesen, Rad fahren lernt? Ich bin ganz neu dankbar geworden für jede selbstlose Stunde, die meine Eltern mir geschenkt haben. Deswegen habe ich letzte Woche mit den Tulpe-Kindern Karten für den Vater- und Muttertag gebastelt. (Und sie selber haben so viele tolle Sachen dazu entwickelt – z.B. hat Albrecht eine Kartoffelschälmaschine gebaut. Dumm nur, dass die Kartoffeln nach dem Schälen alle nur noch 3 cm groß sind.)

Vatertagskarte

Es ist nicht immer einfach, etwas Passendes zu finden, worüber sich der Vater freut. Eine Karte, die von Herzen kommt, ist da ein guter Anfang. Drucke einfach die Bildvorlage in passender Größe aus – entweder als DIN A4-Ausmalbild oder kleiner, damit du es vorn auf deine Karte kleben kannst.

Eine Karte zum Vatertag - Danke kann man nie genug sagen!

Klicke auf das Bild, damit du es in voller Größe herunterladen kannst.

Eine Karte zum Vatertag - Danke kann man nie genug sagen!

Nun noch ausmalen, liebe Worte dazu schreiben und fertig ist ein Gruß, der von Herzen kommt.

Muttertagskarte

Auch eine Mutter freut sich über liebe Worte und ein Dankeschön – und das am besten nicht nur am Muttertag!

Muttertagskarte - ein Ausmalbild zum Muttertag

Klicke wieder auf das untere Bild, wenn du das Ausmalbild in voller Größe runterladen möchtest.

Muttertagskarte - ein Ausmalbild zum Muttertag

Liebe Grüße,

eure Daria

Ein Ausmalbild für Ostern

Bald ist Ostern, ich habe Semesterferien und bin mit meiner Entscheidung, wie es mit dem Studium weitergeht, nicht wirklich vorangekommen. Ich möchte ungern noch ein Semester so „vergeuden“ – das war zumindest die Aussage meiner Eltern. Sie waren ja letzte Woche hier und haben mich ausgefragt, nach meinen Vorlesungen und den Prüfungsergebnissen. Ich habe etwas herumgedruckst und gesagt, dass ich noch keine Prüfungsergebnisse habe. Und dann habe ich leise erwähnt, dass ich nicht denke, etwas bestanden zu haben. Jetzt habe ich die Bescherung. Meine Eltern stellen panisch Pläne auf, wie ich mein Leben zu leben habe, durchsuchen meine Vorlesungsverzeichnisse und kontaktieren die Studienberatung.

Ich ignoriere das weitestgehend. Erstmal habe ich mir einen Job gesucht, kellnern. Das macht mit wider Erwarten richtig Spaß. Lustigerweise ist meine Kollegin Corrie – das Mädel von der Uni, das ich in verschiedenen Vorlesungen getroffen habe. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und ihre Entspanntheit lässt mich meine Zukunft gleich viel positiver sehen. Ich meine – es stimmt ja: Es ist erst ein Semester vorbei, und das Leben liegt noch vor mir. Was soll an meiner Situation so schlimm sein?

Jedenfalls habe ich gerade Zeit, und da habe ich mich daran gemacht, ein Ostergeschenk für Familie Tulpe zu überlegen. Die Kinder bekommen ein Ausmalbild zu Ostern.

Ein Ausmalbild mit der Ostergeschichte

Viele Ausmalbilder für Ostern enthalten traditionelle Ostersymbole wie Osterhasen oder Ostereier. Die eigentliche Ostergeschichte, also der Leidensweg Jesu, die Kreuzigung und Auferstehung werden selten als Motiv gewählt. Deswegen habe ich ein Ausmalbild erstellt, in dem beides vorkommt: Das Ostergeschehen der Passsionszeit, aber auch österliche Symbole wie das Osterlamm, Osterglocken und Ostereier. Das Bild bietet einen guten Anlass, um mit Kindern über Ostern, seine Hintergründe und Traditionen zu sprechen. Ich bin gespannt, wie Eva und die kleinen Tulpes es finden.

Ausmalbild Ostern mit Kreuzigung, Auferstehung, Osterlamm, Osterglocken, Ostereiern

Ich habe euch das Bild als PDF hinterlegt –  klickt einfach auf das kleine Bild hier:Ausmalbild Ostern mit Kreuzigung, Auferstehung, Osterlamm, Osterglocken, Ostereiern

Ich wünsche euch frohe Ostern.

Liebe Grüße,
eure Daria

Notizheft selber machen – ganz individuell

Nächstes Wochenende wollen mich meine Eltern besuchen kommen. Sie haben schon Blumentöpfe, Dinkelmehl und was weiß ich noch gekauft, weil sie denken, ich käme allein nicht klar. Ich merke, dass sie sich Sorgen machen und jetzt endlich mal mein „Leben einrichten“ wollen. Nun überlege ich, ob ich sie schocke und meine Bude so lasse, wie sie jetzt ist – oder ob ich die Verschleierungstaktik wähle, noch schnell Gardinen kaufe und mal den Müll wegbringe. Eigentlich wäre es gut, wenn meine Eltern langsam merken, dass in meinem Leben gerade nicht alles rund läuft. Aber ich habe auch Angst, in ihre entsetzten und enttäuschten Gesichter zu schauen.

Das Dumme ist, dass ich noch immer nicht weiß, was ich eigentlich möchte. Einen konkreten Studienfachwechsel könnte ich gut begründen, und das wäre auch kein zu großes Drama für meine Eltern (hoffe ich).  Aber ich stehe mit ganz leeren Händen da: Was soll ich weiter studieren? Will ich überhaupt studieren? Lieber eine Ausbildung? Aber was für eine? Wo sehe ich mich in 10 Jahren? Waaaahhh!!!!

In der Hoffnung, dass mir das helfen kann, habe ich ganz viele Texte über Entscheidungstheorie, Kreativitätstechniken, Entscheidungsbäume und so was alles ausgedruckt. Da gibt es die abenteuerlichsten Theorien, z.B., dass man mit voller Blase bessere Entscheidungen trifft. Aber wenn ich auf sowas baue, fange ich mir eher eine Nierenentzündung ein, als dass ich weiß, was ich möchte.

Jedenfalls habe ich alle Texte ausgedruckt und mir als Heft zusammengenäht. Das habe ich jetzt immer in der Tasche, und ab und an setze ich mich in der wärmenden Frühlingssonne auf eine Parkbank, blättere darin, streiche Wichtiges und Interessantes an und hoffe, dass es mich voran bringt. Als ich das letzte Mal in Hausen war, hatte Eva das Heft gesehen und war begeistert, wie einfach man ein Notizheft selber machen kann. Deswegen habe ich ihr auch ein paar Hefte genäht. Ich erkläre euch mal, wie es geht.

Ein Notizheft selber machen

Wenn du ein Notizheft selber machen möchtest, nimm dir zunächst so viele Blätter, wie du im Heft haben möchtest. Ich habe die meisten Hefte mit 10 Blättern gestaltet – da sie mittig geknickt werden, habe ich dann also 20 Seiten. Probiere am besten aus, wie viele Blätter deine Nähmaschine auf einmal nähen kann.

Wenn du mit deinem Notizheft ausgedruckte Texte binden möchtest, wähle beim Drucken unbedingt den Broschürendruck, damit die Seiten nicht durcheinander geraten. Ich bin auch großer Fan davon, die Seiten zu nummerieren, mir vorn ein Inhaltsverzeichnis und einen breiten Seitenrand für meine Notizen anzulegen.

Das Notizheft kannst du nun so nähen:

  • Lege alle Blätter übereinander. Ganz unten liegt das Umschlagpapier mit der bunten Seite nach Außen.
  • Knicke die Blätter in der Mitte. Klammere sie anschließend rechts und links zusammen (ich nutzt dafür Foldback-Klammern, aber es müsste auch mit Wäscheklammern funktionieren). Jetzt sind die Blätter gut fixiert.
  • Nun nähe ich innen im Falz der geknickten Seite das Heft zusammen. An den Nahtenden ziehe ich die äußeren Fäden nach innen und knote sie zusammen.
  • Fertig!

Notizheft selber machen_Vorbereitung

 

Notizheft selber machen_nähen

Die Notizhefte könnt ihr in allen Größen und Formen selber herstellen. Ich habe mir auch ein paar kleine für die Handtasche genäht – damit ich die Gedankenblitze zwischendurch notieren kann.

Die Sonne scheint. Ich gehe gleich mit meinem „Denkheft“ raus auf die Parkbank. Viiiielleicht nehme ich auch den Müll mit…

Liebe Grüße,

eure Daria

Spielgeld selbermachen – kostenlos, einfach und schnell

Die Tage sind kalt und die Nächte kälter. Von mir aus darf mit dem März auch gern der Frühling kommen! Die Kinder spielen zwar auch im Winter gern draußen, gerade wenn wie jetzt Schnee liegt. Aber nach einer Stunde zieht es sie ins warme Haus. Da hilft manchmal ein neuer Spielanreiz, um die gute Stimmung bei Groß und Klein zu erhalten.

Spielgeld aus Tetra Pak basteln

Wir haben gestern nach dem Mittagessen gemeinsam Spielgeld aus Tetra Pak gebastelt. Das geht schnell, einfach und ist kostenlos, da wir ja einfach „Müll“ benutzen.

Spielgeld aus Tetrapak selbermachen

Wir haben drei Varianten von Spielgeld gestaltet:

  1. Für die Kleinen habe ich Kreise vorgemalt, die sie ausgeschnitten und frei verziert haben.
  2. Jetti, Ivo, Heide und Germo haben „echtes“ Geld produziert. Sie haben Kreise in Größe der echten Geldstücke ausgeschnitten und entsprechend beschriftet. Hinterher gab es frohes Shoppen im Kaufmannsladen.
  3. Edwin, Deike und Frieda haben versucht, alte Münzen und fremde Währungen zu gestalten. Georg Benjamin hat sie dabei mit dem Münz-Fundus seines Reiselebens sehr inspiriert. So war es gleichzeitig Geschichts- und Geografieunterricht.

Wir saßen alle in der warmen Küche bzw. dem Esszimmer, haben Geld produziert und Georg hat uns mit Geschichten zu den Ländern und Münzen unterhalten. Wie haben wir uns gewundert, als es plötzlich anfing zu dämmern.

münzen_fremde Währungen

Spielgeld_kostenlos selbermachen

Ich bin gespannt, was die Verkäuferin bei meinem nächsten Wocheneinkauf sagt, wenn ich mit unserer neuen Währung zahle. Zumindest Konrad hat nun immer ein gut gefülltes Portemonnaie mit Spielgeld dabei – für alle Fälle.

Und unser Haus?

Tja, mit  unserem Haus sind wir immer noch nicht viel weiter gekommen. Ich habe mir einen Grundriss der beiden Etagen aufgemalt – das hilft mir beim Denken. Wir haben einen sehr großen Empfangsbereich und oben zwei extrem große Zimmer, eigentlich sind es Säle. Alles in allem sind es 9 Zimmer. Klar, wir könnten ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und dann 7 Kinderzimmer einrichten. Dann hätten immer zwei Kinder gemeinsam ein Zimmer. Aber irgendwie gefällt mir das nicht.

Falls jemand von euch Ideen hat – gerne her damit. Ich zeige euch mal den Grundriss:

Grundriss vom Haus der Familie Tulpe_unten

unten

 

Grundriss vom Haus der Familie Tulpe_oben

oben

Bleibt behütet,

eure Eva

 

 

Jahresrückblick – Fragen für den dankbaren Blick zurück

Morgen schon endet das Jahr und ein neues steht in den Startlöchern. Es ist Zeit für einen Rückblick. Wie immer schauen wir als Familie Silvester gemeinsam auf das letzte Jahr zurück. Jedes Jahr ist anders, hat seine Höhen und Tiefen, aber was immer gleich ist: Nach unserem Jahresrückblick bin ich dankbar. Dankbar für alles, was wir erleben durften, dankbar für meine Familie, dankbar für die vielen guten Begegnungen, dankbar für alle Chancen und Möglichkeiten.

Schnee, Ski

Noch stehen wir vor diesem Rückblick, und ich befinde mich in einem Zustand zwischen völliger Überforderung und vollkommener Gelassenheit. Das Umzugs-Chaos, mitten darin das Weihnachtsfest, viele Weihnachtsfeiern und Konzerte der Kinder und nun die stillen Tage hin zum Jahresende… Mir war von vornherein klar, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht „fertig eingerichtet“ sein würden (haha), aber dass wir nun seit einem guten Monat im Haus campieren, damit hätte ich nicht gerechnet. Unser Umzug hat sich recht spontan ergeben und es gab wenig Zeit, im Voraus zu planen. Irgendwann habe ich in den Überlebensmodus geschaltet, habe getan, was im Moment getan werden musste – für das große Ganze hatte ich keine Energie. Und so hat auch alles gut geklappt. Die Küche steht, die Waschmaschine auch: Damit ist die Grundversorgung gesichert. Wir schlafen mit unserem Matratzen auf dem Fußboden, daneben hat jeder seine Umzugskartons mit den Klamotten und den wichtigsten Habseligkeiten. Es fühlt sich etwas wie Sommerurlaub im Haus an und ist tatsächlich sehr entspannt.

Der Grund, warum bisher noch keine Betten aufgebaut und Zimmer eingerichtet sind, ist der Grundriss des Hauses. Unser altes Herrenhaus hat wenige, dafür sehr große Räume. Adamsson sieht darin kein Problem – er denkt an eine ganz klassische Raumaufteilung mit Wohnzimmer, Kinderzimmern und Schlafzimmer. In meinem Kopf hat sich dagegen seit ein paar Wochen eine unkonventionellere Idee festgesetzt, aber ich kann sie noch nicht ganz fassen. Bis ich weiter bin, bleibt unser Zeltlager erhalten. Den Kindern gefällts.

Morgen nun steht unser Jahresrückblick auf dem Plan und ich bin gespannt, was wir zusammentragen und wie viele kostbare Momente uns neu ins Gedächtnis gerufen werden. Für unseren Rückblick benutzen wir diese Fragekarten.

Fragekarten für den Jahresrückblick – freier Download

  • Druckt die Vorlagen auf DIN A4-Blättern aus und schneidet entlang der gestrichelten Linien die einzelnen Karten aus. Das ist übrigens eine wunderbare Beschäftigung für Kinder.
  • Nun kann jeder offen oder verdeckt eine Karte ziehen.
  • Los geht’s mit dem fröhlichen Austausch.

Jahresrückblick Fragen

Jahresrückblick Fragen

Manche der Fragen sind für kleinere Kinder zu abstrakt. Deswegen lege ich gern noch ein Bild von jedem Familienmitglied dazu. Die Kleineren ziehen sich eins davon und erzählen, was sie mit dieser Person im letzten Jahr erlebt haben. Da kommen die überraschendsten Dinge zutage!

Bleibt behütet,

eure Eva

Weihnachtskarte – freier Download

Kurz vor Weihnachten lasse ich auch mal was von mir hören. Ich war abgetaucht. Anfang Oktober war ich zum Studieren von Hausen in die Stadt gezogen. Seitdem bin ich verloren. Entweder sitze ich alleine in meiner Einraumwohnung am Computer oder ich schleiche über den Campus und versuche, normal zu wirken. Es fällt mir nicht leicht.

Mit meinem Eltern hatte ich abgemacht, dass ich mich für BWL einschreibe. Da findet man immer einen Job. Nach den ersten Wochen weiß ich nun: BWL ist nicht meine Sache. Aber was dann? Ich habe mich einmal quer durchs Vorlesungsverzeichnis gelesen, mir interessante Veranstaltungen angestrichen und besuche die nun nach Lust und Laune. Ich hoffe, so herauszufinden, was für mich das Richtige ist. Weihnachten schaue ich deswegen mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Ich freue mich auf Zuhause, auf die Vertrautheit, auf das immer Gleiche. Nur die ganze Fragerei. Noch habe ich meinen Eltern nichts erzählt. Und jetzt mag ich auch nicht weiter drüber nachdenken.

Neulich war ich in einer Geschichtsvorlesung zum Ersten Weltkrieg. Was ich bisher nicht wusste: Mitten im Krieg kam es am Heiligen Abend zu einem spontanen Weihnachtsfrieden.

Christmas Truce 1914.png

An der Westfront tauschten deutsche und britische Soldaten Schokoladenkuchen, sangen Weihnachtslieder, stellten Tannenbäume auf die Grabenränder und kickten sogar einen Fußball hin und her kicken. Was für ein Lichtblick in dieser dunklen Zeit! Dieser Film für Sainsbury’s bringt das Ganze sehr schön raus (auch wenn er Werbung ist).

Der Weihnachtsfriede aus dem Jahr 1914 hat mir Hoffnung gegeben. Wenn etwas so Unwahrscheinliches passiert, dass verfeindete Soldaten im Krieg zusammen Weihnachten feiern , dann kann auch ich mein Studium auf die Reihe bekommen. Meine diesjährige Weihnachtskarte spiegelt das wieder.

Meine Weihnachtskarte – freier Download

Ich wünsche mir endlich Frieden im Herzen. Ich möchte Ja sagen können zu dem, was ich mache und wie ich lebe. Ich möchte lieben, was ich tue. Ich wünsche mir Ruhe, Geborgenheit, Begeisterung. Falls es dir auch so geht, kannst du meine Weihnachtskarte gern für dich oder andere downloaden, teilen oder ausdrucken.

Weihnachtskarte: Frieden

Liebe Grüße,
eure Daria
(die sich jetzt überlegt, was sie ihren Eltern zu Weihnachten erzählen wird)